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/ ©Parlamentsdirektion/Thomas Topf
Foto in Bericht von 5min.at: Zu sehen ist Sozialministerin Korinna Schumann bei einer Parlamentssitzung vor einem Rednerpult.
Sozialministerin Korinna Schumann ist im Interview mit 5 Minuten Rede und Antwort gestanden.

„Gibt Tage, an denen Entscheidungen schwer auf den Schultern lasten“

Knapp vier Monaten ist Österreichs neue Regierung alt. Die neue Sozialministerin Korinna Schumann war dabei davor schon in Gewerkschafterkreisen sehr bekannt, in einem Interview erzählt sie uns nun von ihrer neuen Aufgabe.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
1 Minute Lesezeit(79 Wörter)
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Seit April 2018 ist Korinna Schumann schon die Bundesfrauenvorsitzende des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB). Seit vier Monaten sitzt sie als Österreichs nunmehrige Sozialministerin in der ÖVP-SPÖ-NEOS Regierung an vorderster Front, wenn es darum geht, Debatten etwa über die Pension und durchzuführende Reformen zu führen. Gegenüber 5 Minuten ist sie in einem Interview über ihre Person und wie es ihr mit der neuen Verantwortung geht Rede und Antwort gestanden.

Interview mit Sozialministerin Korinna Schumann

5min.at: Etwas mehr als 100 Tage sind Sie jetzt Ministerin, was hat sich in Ihrem Leben, sowohl privat als auch beruflich, in dieser Zeit am meisten verändert?

Sozialministerin Korinna Schumann: Die letzten Monate waren ohne Zweifel sehr intensiv. Beruflich hat sich vor allem mein Tagesrhythmus verändert – die Verantwortung, die Fülle an Terminen, die vielen Gespräche mit Expert:innen, Kolleg:innen, aber auch direkt mit Bürgerinnen und Bürgern sind extrem fordernd. Ich versuche, mir bewusst Auszeiten für Familie und Freunde zu nehmen. Diese Balance ist nicht immer einfach, aber ich glaube, sie ist essenziell, um auch in diesem Amt langfristig kraftvoll und besonnen arbeiten zu können.

Bereuen Sie es an manchen Tagen, Ja zum Jobangebot von Andreas Babler gesagt zu haben?

Natürlich gibt es Tage, die fordernd sind, an denen Entscheidungen schwer auf den Schultern lasten. Aber bereut habe ich meine Zusage nie. Ich freue mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Als Ministerin bekommt man ja doch auch immer wieder Kritik ab. Wie gehen Sie mit Kritik auch an Ihrer Person um?

Kritik gehört in der Politik dazu, und das ist auch richtig so. Wichtig ist für mich zu unterscheiden: Sachliche Kritik nehme ich sehr ernst, sie hilft dabei, blinde Flecken zu erkennen und Entscheidungen besser zu machen. Persönliche Angriffe, die unter die Gürtellinie gehen, versuche ich nicht zu nah an mich heranzulassen. Man muss sich in diesem Amt ein gewisses Maß an innerer Ruhe bewahren, um handlungsfähig zu bleiben.

Aktuell stehen ja generell eher Sparmaßnahmen im Fokus. Gibt es auch abseits davon Maßnahmen, die Sie in den kommenden Monaten und Jahren gerne umsetzen würden?

Sparmaßnahmen sind in Zeiten knapper Budgets unausweichlich, gleichzeitig dürfen wir aber nicht nur den Rotstift ansetzen, sondern müssen gezielt investieren. Wir haben stets ein Auge auf diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind und setzen sowohl beim Arbeitsmarkt als auch in der Sozial- und Gesundheitspolitik gezielt auf Offensivmaßnahmen, wie etwa die Aktion 55 plus oder ein Frauengesundheitspaket.

Was würden Sie als bisher größten Erfolg in Ihrer Zeit als Bundesministerin bezeichnen und wieso?

Es geht nicht um meine persönlichen Erfolge, aber es gibt viele Dinge, die wir als Regierung bereits umgesetzt haben, angefangen bei der Weiterbildungszeit bis hin zur Teilpension, die wir erst kürzlich präsentiert haben.

Würden Sie zum aktuellen Stand auch in fünf Jahren wieder als mögliche Ministerin zur Verfügung stehen?

Mein voller Fokus liegt darauf, meine Aufgaben bestmöglich zu erfüllen. Es geht hier nicht um Selbstverwirklichung, sondern darum, für die Menschen im Land zu arbeiten.

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