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Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen sind mehrere Social Media Shortcuts am Handy.
Facebook- und Instagram-Nutzer berichten von plötzlichen Accountsperren.

Warum Facebook und Instagram massenhaft Accounts sperren

Plötzlich gesperrt, kein Zugriff mehr auf Fotos, Kontakte und Nachrichten: Immer mehr Meta-Nutzer berichten von massenhaften Account-Sperren auf Facebook und Instagram. Auch in Österreich gibt es Betroffene.

von Sabrina Tischler Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(270 Wörter)

„Dein Facebook-Konto wurde gesperrt. Du hast 180 Tage Zeit, Einspruch einzulegen.“ So oder so ähnlich begrüßt Meta derzeit zahlreiche Nutzer. In diesem Zusammenhang berichten immer mehr Facebook- und Instagram-Nutzer seit Wochen von scheinbar grundlosen Sperren ihrer Accounts. Oft sind es langjährige Accounts mit Hunderten Kontakten, Fotos und Co., die von heute auf morgen deaktiviert wurden. Besonders hart trifft es Selbstständige und Unternehmen, die mit ihren Social-Media-Kanälen Geld verdienen oder ihre Kunden erreichen. Auch in Österreich gibt es zahlreiche Betroffene.

Harter Vorwurf: „Sexuelle Ausbeutung von Kindern“

Doch wie lautet die Begründung für Konto-Sperren? Wie Medien berichtet, geht es laut Meta um Verstöße gegen Gemeinschaftsstandards, in vielen Fällen steht sogar der schwerwiegende Vorwurf der „sexuellen Ausbeutung von Kindern“ im Raum. Für viele ist das völlig überraschend, für viele völlig unbegründet. Betroffene vermuten daher, dass eine Künstliche Intelligenz außer Kontrolle geraten sein könnte und die Accounts wahllos sperrt. Von Meta selbst gibt es offenbar keine Erklärung. Nur gegenüber der BBC betonte Meta, man habe keinen Anstieg an Fehlentscheidungen festgestellt.

Was Betroffene tun können

Wer von einer Sperre betroffen ist, sollte zunächst direkt über die Meta-Plattform innerhalb von 180 Tagen Einspruch einlegen. Dabei müssen oft ein Ausweisdokument und ein aktuelles Foto hochgeladen werden. Bleibt eine Reaktion von Meta aus, kann man sich in Österreich an die RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) wenden. Diese bietet eine außergerichtliche Schlichtung an. Als letzter Ausweg bleibt nur der Gang vor Gericht – doch der ist teuer und für viele kaum leistbar.

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