Illegale Beauty-Klinik in Wien: Das sollen Opfer jetzt tun
Nach dem Aufdecken einer illegalen Schönheitsklinik in Wien-Simmering melden sich immer mehr Betroffene. Polizei und Stadt Wien erklären nun, was Opfer tun sollen – und was besser nicht.
Immer mehr Betroffene melden sich nach dem Auffliegen der illegalen Schönheitsklinik in Wien-Simmering. Doch viele wissen nicht, wohin sie sich wenden können. Laut Stadt Wien können Hinweise auf illegale medizinische Tätigkeiten an die Gruppe Sofortmaßnahmen oder an die Wiener Polizei übermittelt werden. Dort laufen bereits Verfahren zu dem Fall. Die Stadt verweist für detaillierte Informationen an die Landespolizeidirektion Wien.
Nicht drängen, aber reagieren: Was die Polizei sagt
Die Polizei Wien warnt davor, dass sich alle Betroffenen gleichzeitig melden. Der Grund: In der Klinik wurden fast 500 Datensätze dokumentiert. Alle Opfer, deren Daten vorliegen, erhalten eine behördliche Ladung – ob sie dieser folgen, bleibt ihre Entscheidung. Die Auswertung der Unterlagen benötigt jedoch Zeit. Wer sich ohne registrierte Daten als Opfer sieht, kann sich trotzdem an die Polizei wenden – sollte aber dazusagen, dass er oder sie betroffen ist.
Diese Warnsignale solltest du ernst nehmen
Die Stadt Wien erinnert daran, dass medizinische Eingriffe mit Botox, Fillern oder Betäubungsmitteln nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden dürfen. Fehlen Informationen zur Ausbildung, gibt es keine Aufklärungsgespräche oder finden Behandlungen in privaten Wohnungen statt, ist Vorsicht geboten. All das sind laut Stadt deutliche Warnzeichen. Verdachtsfälle sollten sofort gemeldet werden. Die Stadt führt gemeinsam mit der Polizei regelmäßig Kontrollen durch.
Stadt Wien warnt: „Kurpfuscherei ist lebensgefährlich“
Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, wird dazu deutlich: „Diese Art der Kurpfuscherei ist lebensgefährlich und kriminell. Unqualifizierte Eingriffe mit gefährlichen Substanzen sind nichts anderes als fahrlässige Körperverletzung. Wer ohne medizinische Qualifikation mit Botox, Fillern und Betäubungsmitteln hantiert, spielt mit der Gesundheit von Menschen und muss mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen.“ Die Stadt rechnet mit einer Zunahme unseriöser Anbieter – besonders bei steigender Nachfrage nach Schönheitsbehandlungen. Deshalb werden die Kontrollen intensiviert. Zusätzlich wurde eine Infokampagne gestartet – mehr dazu unter wien.gv.at.