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/ ©Fotomontage: Canva & 5 Minuten
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt einen genervten Mann, einen Sack mit Pfandflaschen und Dosen, eine Italienflagge und ein Regal im Supermarkt im Hintergrund.
Das neue Einwegpfandsystem sorgt in Österreich weiterhin für auseinandergehende Meinungen.

Einwegpfand in Österreich: „Kaufe jetzt meine Getränke in Italien“

Das seit Jänner 2025 neue Pfandsystem für die allermeisten Plastikflaschen und Aludosen in Österreich lässt die Wogen weiter hochgehen. Wir haben zusammengefasst, was ihr davon haltet.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(383 Wörter)
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Kaum eine Maßnahme der Vorgängerregierung aus ÖVP und Grünen sorgt für derart geteilte Meinungen wie das neue Pfandsystem. Obwohl es bereits mit 1. Jänner 2025 eingeführt wird, wird immer noch intensiv darüber diskutiert – und die Meinungen könnten teilweise nicht weiter auseinandergehen.

Österreicher diskutieren über neues Pfandsystem

So finden sich unter jedem Pfand-Artikel oft hunderte Kommentare, wo Österreicher erklären, wieso sie das neue System gut finden oder warum eben auch nicht. Während die einen es als „völligen Schwachsinn“ oder „einfach nur nervig“ empfinden, finden es die anderen „einfach nur genial“. Wir haben ein paar der Kommentare zusammengetragen und zeigen euch, was die 5 Minuten-Leser vom Einwegpfand in Österreich halten.

„Da gibt es kein Pfand auf Dosen und Plastikflaschen“

Ein Leser geht dabei überhaupt so weit, dass er die Getränke nun in Italien kauft. „Da gibt es kein Pfand auf Dosen und Plastikflaschen“, erklärt er seine Beweggründe dafür. Ein weiterer Österreicher findet das neue System „lästig“, weil es viel Zeit kosten würde. „Die Ansteherei an den Automaten nimmt mitunter 20 Minuten pro Mal. Durchdacht ist es nicht. Wenn es mehr Rückgabeautomaten geben würde, wärs okay.“ Ebenfalls Kritik an den Automaten gibt es von einem weiteren Leser: „Wenn die Rückgabeautomaten funktionieren würden wäre es eine gute Option. War in meinem Bezirk in 3 Supermärkten und alle Rückgabeautomaten waren kaputt und außer Betrieb.“

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt einen negativen Kommentar zum neuen Pfandsystem in Österreich.
©Screenshot 5 Minuten Kommentare
Eine Person kritisiert die Rückgabeautomaten und deren Funktionstüchtigkeit.

„Habe bis zu sechs bis sieben Euro am Tag durchs Flaschen sammeln“

Doch einige sehen auch die guten Seiten des Systems und freuen sich etwa über die weggeworfenen Flaschen. „Einfach nur genial. Die Leute werfen so viel weg. Habe bis zu sechs bis sieben Euro am Tag durchs Flaschen sammeln“, so ein Leser. Eine Österreicherin kann „die ganzen negativen Diskussionen nicht ganz nachvollziehen“, handle es sich doch um das selbe Prinzip „wie bei der Rückgabe von Glasflaschen mit Pfand“. Eine weitere Leserin empfindet das Einwegpfand-System in Österreich zwar als „nervig, aber die Wirkung und die Reduktion von Plastikmüll ist bestimmt enorm“. Weshalb sie es auch „für eine top Lösung“ hält. Sie würden nun auch Vergleichszahlen zum Müll, der davor entstanden ist und jetzt entsteht interessieren.

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt einen positiven Kommentar zum neuen Pfandsystem in Österreich.
©Screenshot 5 Minuten Kommentare
Eine 5 Minuten-Leserin hält das Pfandsystem für Plastikflaschen und Aludosen für „eine Top Lösung“:

Wie findest du das neue Pfandsystem in Österreich?

Eine sinnvolle Maßnahme für die Umwelt.
Gut, aber 25 Cent sind zu viel.
Unnötig und zu kompliziert.
Habe noch keine Meinung dazu.

Häufig gestellte Fragen

Pfand muss prinzipiell auf Alu-Dosen und Plastikflaschen zwischen 0,1 und drei Litern bezahlt werden.

Ausgeschlossen sind etwa Tetrapacks, Milchprodukte, medizinische Produkte und Sirupe.

Das Einwegpfand in Österreich „kostet“ 25 Cent. Das Geld bekommt man allerdings wieder zurück, wenn man die betroffene Flasche oder Dose wieder zurückbringt.

Das neue Einwegpfandsystem in Österreich gibt es seit 1. Jänner 2025.

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