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Symbolfoto
Symbolfoto von 5min.at: Rücken eines uniformierten Polizisten.
Die Polizei war am Sonntag zu der Gedenkstätte angerückt

Einsatz am Peršmanhof offenbar Tage vorher geplant

Wie nun bekannt wurde, dürfte der umstrittene polizeiliche Zugriff bei einem antifaschistischen Camp am Peršmanhof nahe Bad Eisenkappel bereits einige Tage im Voraus geplant worden sein.

von APA / Red.
2 Minuten Lesezeit(272 Wörter)
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Der vierstündige Einsatz am Peršmanhof hatte am Sonntag für Wirbel gesorgt. Drei Polizeistreifen, Beamte des Landesamts Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE), des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) sowie der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt waren zu dem abgelegenen Hof, der eine Gedenkstätte beherbergt, angerückt. Grund dürften Anzeigen oder anonyme Hinweise gewesen sein, unter anderem wohl wegen unrechtmäßig aufgestellter Zelte während des Camps. Die Situation an Ort und Stelle schaukelte sich rund um verweigerte Identitätsfeststellungen hoch, weshalb drei Beamte der Schnellen Interventionsgruppe (SIG), eine Diensthundeführerin und ein Polizeihubschrauber nachgefordert wurden. 62 Verwaltungsübertretungen und zwei Widerstände gegen die Staatsgewalt wurden angezeigt, 32 Identitätsfeststellungen und zwei Personendurchsuchungen durchgeführt. Mehr dazu unter: Antifa-Camp Kärnten: Polizei stößt bei Kontrolle auf Widerstand

Runder Tisch am Mittwochnachmittag

Die Polizei wurde für den Einsatz scharf kritisiert, insbesondere seitens der Kärntner Slowenen. Nicht nur sei der Einsatz wegen vermeintlicher Verstöße gegen das Naturschutzgesetz überzogen gewesen, sondern auch angesichts des geschichtsträchtigen Ortes unangemessen. Am Peršmanhof hatten vor fast genau 80 Jahren, am 25. April 1945, Teile einer Spezialeinheit des I. Bataillons des SS-Polizeiregiments 13 ein Massaker an elf Zivilisten verübt. Das Innenministerium hat eine umfassende Aufarbeitung des Polizeieinsatzes vom Sonntag angekündigt, was auch von zahlreichen Seiten – sowohl aus der Politik als auch von Gedenkvereinen – gefordert wurde. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) rief dazu auf, zur „Dialogfähigkeit“ zurückzukehren. Ein erster Schritt soll ein Runder Tisch am Mittwochnachmittag sein, an dem sowohl Verantwortliche des Peršmanhofs als auch der Bezirkshauptmannschaft und der Polizei teilnehmen. [APA / Red. 30.7.2025]

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