Achtung Phishing-Falle: So schützt du dich vor dreisten Betrügern
Gefälschte E-Mails oder Webseiten können deine persönlichen Daten stehlen. Mit diesen einfachen Tipps des Bundeskriminalamts schützt du dich vor Phishing-Angriffen im Netz.
Phishing ist eine Betrugsmethode, bei der versucht wird, sensible Informationen über das Internet zu stehlen. Betrüger senden gefälschte E-Mails oder bauen täuschend echte Webseiten, um an Daten wie Passwörter, Kreditkartennummern oder Online-Banking-Zugänge zu kommen. Die Nachrichten wirken oft so, als kämen sie von deiner Bank oder einer bekannten Online-Plattform. Klickst du auf den enthaltenen Link, landest du auf einer gefälschten Seite. Dort wirst du aufgefordert, deine persönlichen Daten einzugeben – und die landen direkt bei den Betrügern.
Erkennungszeichen für Sicherheit
„Kein seriöses Unternehmen oder Bankinstitut fordert per E-Mail zur Eingabe von persönlichen Daten wie Passwörter usw. auf“, warnt das Bundeskriminalamt. Achte deshalb immer auf die Adresszeile im Browser. Eine sichere Webseite erkennst du an einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol sowie dem Kürzel „https“. Noch besser: Grüne Zertifikatsanzeigen zeigen, dass sich der Betreiber einer externen Prüfung unterzogen hat. Kontrolliere den Link genau – oft genügt ein Blick, um eine Fälschung zu entlarven.
Wurdest du schon einmal Opfer eines Phishing-Angriffs?
Favoriten helfen dir weiter
Damit du nicht versehentlich auf eine Fake-Seite klickst, richte dir wichtige Seiten – etwa den Zugang zu deinem Online-Banking – als Favoriten im Browser ein. So gelangst du immer direkt zur offiziellen Webseite. Nutze niemals Links aus E-Mails, um dich bei sensiblen Diensten anzumelden. Schon ein einziger Klick auf eine gefälschte Seite kann fatale Folgen haben. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser.
Passwörter clever wählen
Ein sicheres Passwort ist dein bester Schutz. Vermeide es, dasselbe Passwort für mehrere Dienste zu verwenden. Dein Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein und Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten. Ein Trick: Denk dir einen Satz aus wie „Ich bin am 1. Jänner 1970 geboren.“ – daraus wird zum Beispiel: „Iba1.J1970g“. So ist das Passwort leicht zu merken, aber schwer zu knacken.
Passwort-Safes nutzen
Wenn du dir viele Passwörter nur schwer merken kannst, helfen sogenannte Passwort-Safes weiter. Das sind Programme, mit denen du deine Zugangsdaten sicher speichern kannst. Du brauchst dir dann nur noch ein einziges Master-Passwort zu merken. Wichtig ist: Wenn du glaubst, ein Passwort wurde gestohlen, ändere es sofort und melde den Vorfall der jeweiligen Plattform.
Hilfe & Kontakt
Wenn du vermutest, Opfer eines Phishing-Versuchs geworden zu sein, wende dich umgehend an dein Bankinstitut. Unterstützung bekommst du auch bei der nächsten Polizeiinspektion oder online unter www.bundeskriminalamt.at. Dort findest du viele Infos zur Kriminalprävention sowie wichtige Kontaktadressen. Auch über die BMI-Sicherheitsapp erhältst du aktuelle Sicherheitstipps. Die Spezialisten der Kriminalprävention erreichst du kostenlos und österreichweit unter der Telefonnummer 059133.