Skip to content
/ ©Montage: Canva
Symbolfoto
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt 20 Euro Scheine vor einem Supermarktregal.
Teure Lebensmittel belasten viele Haushalte – die Politik diskutiert über Gegenmaßnahmen.

Lebensmittelpreise unter Druck: Kommt eine Preisbremse?

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) fordert Maßnahmen gegen hohe Lebensmittelpreise. Während das Burgenland zustimmt, warnt die Wirtschaftskammer vor den Folgen.

von Eva Taumberger Ein Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Eva Taumberger.
2 Minuten Lesezeit(282 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat mit einem Vorschlag für Diskussionen gesorgt: Er will die hohen Lebensmittelpreise in Österreich gezielt regulieren. Die Preise gelten als treibender Faktor für die anhaltend hohe Inflation. Besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen spüren die Teuerung bei Lebensmitteln deutlich. Marterbauer sieht dringenden Handlungsbedarf. Auch im Burgenland stößt die Idee auf Zustimmung.

Vorsichtige Unterstützung aus der SPÖ

Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) begrüßt grundsätzlich den Vorstoß des Finanzministers. Er betont jedoch, dass Maßnahmen mit Bedacht gesetzt werden müssten. Die hohe Inflation habe Österreich im internationalen Wettbewerb geschwächt. Schneemann warnt allerdings vor möglichen Nebenwirkungen: Wenn Lieferanten nicht mehr zu bestimmten Preisen liefern wollten, könnten Regale leer bleiben. Trotzdem sei der politische Impuls in die richtige Richtung zu begrüßen.

Wirtschaftskammer lehnt Preisbremse strikt ab

Andreas Wirth, Präsident der Wirtschaftskammer im Burgenland, lehnt eine Preisregulierung klar ab. Er sieht darin einen gefährlichen Eingriff in die Marktmechanismen. Die Lebensmittelversorgung sei zu komplex, als dass eine Regulierung sinnvoll umgesetzt werden könne. Vom Produzenten über Transport bis hin zum Handel seien zu viele Akteure beteiligt. Aus seiner Sicht handelt es sich lediglich um eine symbolische Ankündigung ohne praktische Wirkung.

Ungarn als abschreckendes Beispiel

Wirth verweist auf gescheiterte Versuche in Ungarn, wo man mehrmals in die Lebensmittelpreise eingegriffen habe – ohne Erfolg. Seiner Meinung nach hätte der Staat besser früher bei Energiepreisen eingegriffen. Eine Trennung von Strom- und Gaspreisen sei sinnvoller gewesen als eine verspätete Maßnahme im Lebensmittelbereich. Für ihn ist klar: Die Preisbremse sei nicht nur überfällig, sondern auch der falsche Ansatz, wie „burgenland.orf.at“ berichtet.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes