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Bild auf 5min.at zeigt einen Stromkasten und eine Kerze.
2024 betrug die durchschnittliche Dauer ungeplanter Stromausfälle in Österreich nur 23,41 Minuten.

Stromausfall: So lang war Österreich im Jahr 2024 im Dunkeln

Die Strom- und Gasversorgung in Österreich bleibt laut E-Control weiterhin sehr zuverlässig. 2024 waren Kunden im Schnitt nur 23,41 Minuten ohne Strom und 3,87 Minuten ohne Gas – bei ungeplanten Unterbrechungen.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(377 Wörter)

Die Österreicher können sich nach wie vor auf eine stabile Energieversorgung verlassen. Das zeigen die aktuellen Ausfall- und Störungsstatistiken der E-Control für Strom und Gas. Im Jahr 2024 betrug die durchschnittliche Ausfallsdauer bei ungeplanten Stromunterbrechungen 23,41 Minuten, bei Gas 3,87 Minuten. „Die durchschnittliche Ausfallsdauer aufgrund ungeplanter Stromausfälle lag im Jahr 2024 bei 23,41 Minuten, jene der ungeplanten Gasausfälle bei 3,87 Minuten. Im Jahr davor hatten wir 32,27 Minuten bei der Strom- und 1,44 Minuten bei der Gasversorgung an ungeplanten Unterbrechungen. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen in der Stromversorgung auf den niedrigeren Einfluss der üblichen atmosphärischen Einwirkungen (die nicht als regional außergewöhnlichen Ereignisse galten) zurückzuführen. Der Anstieg an Unterbrechungen bei der Gasversorgung liegt vor allem an einem großen Netzbetreiber im Verteilernetz, der deutlich längere Versorgungsunterbrechungen als üblich hatte. Die Zuverlässigkeit der Strom- und Gasversorgung kann weiterhin als sehr gut bezeichnet werden.“, erklärt E-Control-Vorstand Alfons Haber.

Bist du für einen längeren Stromausfall vorbereitet?

Ja, ich würde ohne Probleme länger ohne Strom auskommen.
Naja, aber ich würde trotzdem gut zurechtkommen.
Nein, überhaupt nicht.

Weniger Ausfälle bei Gas als bei Strom

Die Gasversorgung verzeichnet generell kürzere Ausfälle als Strom. „Das liegt vor allem daran, dass unterirdisch verbaute Gasleitungen weniger von externen Umwelteinflüssen betroffen sind als Freileitungen bei Strom. Zudem fällt die ungeplante Unterbrechungsdauer in den Wintermonaten deutlich geringer aus als während der Sommerzeit. Wir gehen davon aus, dass im Winter aufgrund der deutlich höheren Gasabhängigkeit der Kunden bei Störungen eine noch schnellere Schadensbehebung notwendig ist.“, so Haber.

Wichtige Einflussfaktoren: Witterung und Netzstruktur

Laut E-Control werden Ausfälle in geplante und ungeplante Unterbrechungen unterteilt. „Bei geplanten Unterbrechungen werden die Kund:innen im Vorhinein über eine Abschaltung informiert, zum Beispiel aufgrund geplanter Arbeiten im Versorgungsnetz. Ungeplante Versorgungsunterbrechungen treten in Zusammenhang mit äußeren Einflüssen, Anlagenausfällen oder anderen Störungen auf.“, erklärt Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. 2024 waren bei Strom die häufigsten Ursachen atmosphärische Einwirkungen (über 16 Prozent), gefolgt von netzbetreiberinternen Gründen (13 Prozent) und regional außergewöhnlichen Ereignissen (rund 10 Prozent). Besonders auffällig: Die höchste Ausfallzahl trat im September auf, ausgelöst durch Sturmtief „Annett“. Im Gasbereich entfielen rund 27 Prozent der Unterbrechungen auf Probleme außerhalb des Verteilernetzes, wie defekte Gasthermen. Ursachen im Verteilernetz lagen zu 37 Prozent ohne Fremdverschulden, zu 21 Prozent an gastechnischen Anlagen und zu etwa 15 Prozent an Fremdverschulden.

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