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/ ©Geben für Leben, Leukämiehilfe Österreich
Bild auf 5min.at zeigt eine Frau in einem Krankenhausbett.
Die 41-jährige Kerstin aus der Steiermark schenkte einer Frau aus Großbritannien mit ihrer Stammzellenspende eine 2. Chance auf Leben

„Gänsehaut“: Steirerin wartet 5 Jahre, wird doch noch zur Lebensretterin

Eine außergewöhnliche Geschichte mit Happy End hat eine 41-jährige Steirerin zu erzählen. Nach Jahre des Wartens bekam sie schließlich doch noch die Möglichkeit, einer Frau aus Großbritannien eine Chance auf Leben zu schenken.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(435 Wörter)

Die 41-jährige Kerstin E. aus Markt Hartmannsdorf hat sich vor fünf Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Alex bei der Typisierungsaktion in Edelsbach als als Stammzellenspenderin registrieren lassen. „Habe aber ehrlich gesagt nicht gedacht , dass ich tatsächlich jemals für einen Leukämie-Patienten als ‚genetischer Zwilling‘ in Frage kommen würde. Als mich ‚Geben für Leben‘ dann im Frühling 2025 kontaktiert hat, war ich erst mal ganz schön überrascht“, so die zweifache Mutter, die weiter berichtet: „Nach einem ausführlichen Informationsgespräch und den ersten Untersuchungen wurde mir dann mitgeteilt, dass mein ‚genetischer Zwilling‘ noch einen weiteren, aktuell noch besser geeigneten Spender hat. Daher hatte ich gar nicht mehr mit einer Spende gerechnet.“

Spender sprang ab, Kerstin wurde angerurfen

Aber das Schicksal wollte es schließlich doch anders: Ende Juni 2025 erhielt die Steirerin einen Anruf und wurde darüber informiert, dass der erste Spender abgesprungen sei. Die Patientin jedoch, welche die Spende erhalten sollte, war schon in der Vorbereitungsphase für die Transplantation. „Die Patienten bekommen eine Chemotherapie und eine Bestrahlungstherapie und werden auf den Tag TX vorbereitet und gleichzeitig in eine Sterileinheit eingeschleust. Sie haben kein funktionierendes Immunsystem und befinden sich deshalb in Quarantäne“, erklärt die Organisation „Geben für Leben“ in diesem Zusammenhang. „Gänsehaut meinerseits! Furchtbare Vorstellung, wie es der Patientin jetzt auch psychisch gehen musste! Für mich war klar: ich will helfen, meine ganze Familie hat mich sehr unterstützt“, berichtet Kerstin von dem Moment, als sie erfuhr, dass sie doch spenden konnte.

Kerstin war „voller Aufregung, aber auch voller Hoffnung“

Dann musste alles ganz schnell gehen. „Die Voruntersuchungen fanden innerhalb weniger Tage statt und im Anschluss bekam ich gleich alle Spritzen mit. Ich hatte während der Vorbereitung ein wenig Gliederschmerzen (grippeähnliche Symptome)“, berichtet die Stammzellenspenderin. Am 7. Juli 2025 war es dann so weit, „voller Aufregung, aber auch voller Hoffnung“ ging es für Kerstin zur Stammzellspende ins LKH Graz. Nach sechs Stunden war die Spende erfolgreich beendet und genügend Stammzellen wurden für die Patientin gesammelt. „Nach kurzer Beobachtung konnte ich wieder nach Hause fahren – wo meine Kinder schon sehnsüchtig gewartet haben und mich endlich wieder in die Arme schließen konnten“, erinnert sich die Steirerin an den besonderen Moment.

„Ich würde es sofort wieder tun“

„Ich hoffe von Herzen, dass mein ‚genetischer Zwilling‘, eine Frau aus Großbritannien, durch meine Spende eine 2. Chance auf ein neues Leben bekommt. Ich würde es sofort wieder tun!“, so das Resümee von Kerstin, die durch ihre Spende zur Lebensretterin wurden.

Über „Geben für Leben“

„Geben für Leben ist ein gemeinnütziger Verein in Vorarlberg mit der Mission, lebensrettende Stammzellspender für an Leukämie erkrankte Menschen zu finden“, so die Beschreibung auf der Website des Vereins selbst. Der Verein hat die erste private Stammzell- und Knochenmarkspenderdatei Österreichs gegründet.

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