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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt Geldscheine und im Hintergrund einen Supermarkt.
Die Juli-Inflation in Österreich liegt bei 3,6 Prozent, weiß die Statistik Austria.

Teuerung: Wieso die Inflation in Österreich wieder steigt

Die Inflation im Juli 2025 liegt bei 3,6 Prozent und damit so hoch, wie seit April 2024 nicht mehr. Welche Gründe das hat und was es für die Pensionen im kommenden Jahr bedeutet, erfahrt ihr hier.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
3 Minuten Lesezeit(540 Wörter)

„Im Juli 2025 stieg die Inflation in Österreich auf 3,6 Prozent und damit etwas stärker als in der Schnellschätzung Anfang August erwartet“, berichtet nun der fachstatistische Generaldirektor von „Statistik Austria“, Thomas Burg. Zum stärksten Plus seit April 2024 hätten vor allem die Preise für Kleidung sowie für Gas und Heizöl beigetragen, „die deutlich weniger preisdämpfend wirkten als zuletzt“, so Burg weiter. Zudem habe sich der Preisauftrieb bei Verwaltungsgebühren und Nahrungsmitteln verstärkt. Aber: „Zu den stärksten Preistreibern zählten weiterhin Gastronomie sowie Energie, insbesondere Strom.“

Höhe der Pensionserhöhung 2026 wird immer klarer

Damit wird übrigens auch immer klarer, wie hoch die Pensionen im kommenden Jahr vermutlich ansteigen werden. Dazu wird nämlich Jahr für Jahr die Inflation zwischen dem August des Vorjahres und dem Juli des Folgejahres genommen. Alle Informationen dazu könnt ihr auch hier nachlesen: Pensionserhöhung 2026 in Österreich: So viel Geld bekommt ihr mehr. Wie aber setzt sich die Inflation im Juli zusammen und wo sind die Preise wie stark im Vergleich zum Vorjahr gestiegen?

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Strom wurde in Österreich im Jahresvergleich deutlich teurer

Für Wohnen, Wasser und Energie zahlten die Österreicher im Juli 2025 im Schnitt 5,7 Prozent mehr als noch im Jahr davor. Der Preisanstieg war hier auch stärker als noch im Vormonat. An diesem starken Preisanstieg war übrigens überwiegend die Haushaltsenergie schuld, deren Preise im Jahresvergleich um 11,1 Prozent stiegen. Besonders kurios daran: Die Gaspreise und Heizöl wurden billiger, jedoch weniger als noch in den Vormonaten, wodurch sie weniger dämpfend auf die Energie-Inflation wirkten. Strom wurde im Vergleich zum Vorjahres-Juli um 35,3 Prozent teurer – und stieg damit ähnlich stark wie im Juni an (plus 35,7 Prozent). Die Gründe dafür sieht die Statistik Austria in der fehlenden Strompreisbremse, steigende Netzentgelte und wegfallende Zuschüsse.

Kaffee und alkoholfreie Getränke als Preistreiber

Um durchschnittlich 5,8 Prozent teurer als im Vorjahr wurden Restaurants, Hotels und Bewirtungs- und Beherbergungsdienstleistungen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden um 5,2 Prozent teurer – und damit merklich mehr als noch im Juni. Insbesondere die Preise für Fleisch, Milch, Käse und Eier haben merklich angezogen. Am stärksten verteuert haben sich aber alkoholfreie Getränke (plus 11,6 Prozent) und Kaffee (22,9 Prozent).

Verwaltungsgebühren legen deutlich zu

Auch bei Freizeit und Kultur muss man durchschnittlich mehr als die Inflation zahlen – um 3,9 Prozent haben sich die Preise hier verteuert. Grund dafür waren etwa Pauschalreisen (plus 7,1 Prozent) und Freizeit- und Kulturdienstleistungen (plus 4,7 Prozent). Am Verkehr lag es nicht, dass die Inflation bei 3,6 Prozent liegt, hier sind die Preise nämlich nur um 0,3 Prozent angestiegen, die Kosten für Treibstoff gingen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 4,7 Prozent zurück. Gebrauchtwagen wurden dafür um 6,4 Prozent teurer. Bei den Preisen für Verwaltungsgebühren gab es ein deutliches Plus von 47,6 Prozent. Mehr dazu hier: Preishammer ab heute für Österreich: Das wird alles teurer.

Was im Juli teurer als noch im Juni war – und was billiger war

Im Vergleich zum Juni ist das Preisniveau im Juli jedenfalls um 0,3 Prozent gestiegen, wissen die Experten der Statistik Austria. Die Hauptpreistreiber dafür waren deutlich teurere Flugpauschalreisen. Als Hauptpreisdämpfer im Vergleich zum Vormonat haben sich saisonal verbilligte Kleidungsartikel erwiesen.

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