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/ ©Geben für Leben, Leukämiehilfe Österreich
Bild auf 5min.at zeigt eine Frau im Krankenhausbett.
Die zweifache Mutter aus Oberösterreich spendete ihre Stammzellen für ein kleines Mädchen

Für Kind gespendet: Österreicherin schenkt Familie Hoffnung auf Leben

Evelin aus Maria Neustift in Oberösterreich ist zweifache Mutter und nun auch Lebensretterin. Sie schenkte einer fremden Familie das Wertvollste, das es gibt. Nämlich: Hoffnung auf Leben.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(323 Wörter)

Das geht mitten ins Herz. Oberösterreicherin Evelin erzählt die Geschichte ihrer Stammzellenspende: „Ich habe mich 2021 für ein Kind aus dem Nachbarort typisieren lassen. Im April 2025 kam dann der Anruf: Ich bin ein Treffer – und kann spenden. Ich wurde gefragt, ob ich dazu bereit bin. Und ja – das war ich. Ohne Zögern.“ Das zweites Kind der Oberösterreicherin war zu dem Zeitpunkt erst acht Monate alt und wurde noch gestillt. Dafür wurde eine gute Lösung gefunden, wie Evelin berichtet: „Geben für Leben organisierte für uns ein Familienzimmer im AKH Wien – mein Mann und das Baby konnten immer bei mir sein. Auch meine Eltern und mein älteres Kind wurden in einem Hotel untergebracht.“

Mit der Spende waren auch Sorgen und Ängste verbunden

Die Spende selbst verlief besser als die Oberösterreicherin anfangs erwartet hatte. Die Knochenmarkentnahme fand unter Vollnarkose statt. Evelin gibt Einblicke in ihre damit verbundenen Sorgen: „Ich hatte Angst, tagelang kaum mobil zu sein.“ Glücklicherweise erwies sich diese Befürchtung als unbegründet: Schon nach der OP war sie wieder auf den Beinen. „Der Lendenbereich fühlte sich nur leicht verspannt an. Am dritten Tag ging ich schon wieder nach Hause“, freute sich sich.

„Ich war vielleicht die Einzige, die helfen konnte“

Evelin erzählt von einem besonders emotionalen Moment: „Als ich erfuhr, dass meine Stammzellen für ein kleines Mädchen bestimmt waren, wurde mir noch einmal bewusst, wie wichtig diese Entscheidung war. Ich bin Mutter – und der Gedanke, dass dieses Kind vielleicht keine Hilfe bekommen hätte, weil ich nein gesagt hätte… Das hätte ich nie mit mir vereinbaren können. Es ist ein überwältigendes Gefühl zu wissen: Ich war vielleicht die Einzige, die helfen konnte. Dieses Bewusstsein wird mich ein Leben lang begleiten.“ Die Oberösterreicherin zieht ihr Resümee: „Ich würde es jederzeit wieder tun.“

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