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LH-Stv. Khom gratulierte den Absolventen Bahman Murtaza und Flora Storm.
LH-Stv. Khom gratulierte den Absolventen Bahman Murtaza und Flora Storm.

Perspektiven für junge Erwachsene: Steiermark investiert in Nachholkurse

Rund 1.000 junge Menschen in der Steiermark verlassen jedes Jahr die Schule ohne Pflichtabschluss. Mit langfristig gesicherten Lehrgängen erhalten Erwachsene nun eine zweite Chance.

von Nina Chibici Logo 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(461 Wörter)
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Fast neun Prozent der 15-Jährigen in Österreich brechen die Schule frühzeitig ab – in der Steiermark betrifft das jährlich rund 1.000 Jugendliche. Ohne Pflichtschulabschluss stehen ihnen oft deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in der weiteren Bildung offen. Eine neue Förderzusage sichert nun langfristig die Möglichkeit, diesen wichtigen Abschluss nachzuholen.

Schlüssel zur Zukunft

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom informierte gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Organisationen über die Absicherung der Pflichtschulabschlusslehrgänge bis 2029. „Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft“, betonte Khom. „Es freut mich sehr, dass wir selbst in finanziell herausfordernden Zeiten eine längerfristige Finanzierung sicherstellen konnten. So können jährlich zwischen 200 und 300 Steirerinnen und Steirer kostenlos ihren Pflichtschulabschluss nachholen.“

LH-Stv. Khom mit den Vertretern aller Partnerorganisationen der Pflichtabschlusslehrgänge.
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LH-Stv. Khom mit den Vertretern aller Partnerorganisationen der Pflichtabschlusslehrgänge.

Rund 1.050 Einheiten

Die geförderten Lehrgänge werden von Urania Steiermark, ALEA-Lernforum, BFI Steiermark, ISOP und Jugend am Werk Steiermark angeboten. Die Kurse richten sich an Erwachsene und umfassen rund 1.050 Unterrichtseinheiten, die auf die Prüfungen in Deutsch, Englisch, Mathematik, Gesundheit und Soziales, Kreativität und Gestaltung, Natur und Technik sowie Berufsorientierung vorbereiten.

Neue Chancen für Ausbildung und Beruf

„Das Nachholen des Pflichtschulabschlusses schafft viele Möglichkeiten“, erklärte Wolfgang Moser, Direktor der Urania Steiermark. „Er öffnet Türen zu Berufen mit Zukunft und ist Voraussetzung für weiterführende Ausbildungen wie Lehre oder Krankenpflege. Damit tragen wir zur Arbeitsplatzsicherung, sozialen Integration und regionalen Standortsicherung bei.“ Auch Yvonne Popper-Pieber, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Steiermark, hob die Bedeutung der Kooperation zwischen Land, AMS und den Projektpartnern hervor. „Diese Lehrgänge ermöglichen Menschen, die im Regelschulbetrieb keinen Abschluss erreichen konnten, neue Perspektiven zu entwickeln und ihre Bildungsbiografie aktiv zu gestalten. Sie sind ein zentraler Einstieg in ein selbstbestimmtes und beruflich erfolgreiches Leben.“

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom mit AMS-Geschäftsführerin Yvonne Popper-Pieber und den beiden Absolventen Bahman Murtaza und Flora Storm
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Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom mit AMS-Geschäftsführerin Yvonne Popper-Pieber und den beiden Absolventen Bahman Murtaza und Flora Storm.

Persönliche Erfolgsgeschichten

Praktische Einblicke gaben Waltraud Pölzl von Jugend am Werk und Günter Stocker von ISOP. Sie berichteten von großen Fortschritten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – sowohl in der Bildung als auch in der Persönlichkeitsentwicklung. Zwei Absolventen, Bahman Murtaza und Flora Storm, schilderten, wie ihnen der Kurs Türen geöffnet und den Weg zu weiterführenden Bildungsangeboten ermöglicht hat. „Das eigene Schicksal ist nicht vorgezeichnet – man kann es selbst in die Hand nehmen“, sagten sie.

Langfristige Förderzusage bis 2029

Ab Herbst 2025 werden die rund zwölf jährlich angebotenen Lehrgänge in der Steiermark durch den Europäischen Sozialfonds, mit einer 32,5-prozentigen Beteiligung des Landes Steiermark, finanziert. Diese stabile Finanzierung garantiert eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Bildungsträgern, Unternehmen und Lernenden. Mit dem Pflichtschulabschluss eröffnen sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vielfältige Wege: Einstieg in eine Lehre, Zugang zu weiterführenden Schulen oder zur Matura sowie verbesserte Jobchancen. Die Lehrgänge leisten damit einen wichtigen Beitrag zur individuellen Entwicklung, sozialen Integration und Stärkung des regionalen Arbeitsmarkts.

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