Jetzt fix: Pensionserhöhung 2026 wird vielen Österreichern „gekürzt“
Teilweise weniger als die Inflation wird den Pensionisten ab Jänner abgegolten. Das wurde am Freitag in einer Pressekonferenz von Sozialministerin Korinna Schumann verkündet. Wir haben den Überblick für euch.
Schon zwei zuvor haben sich Regierungsvertreter – darunter auch Bundeskanzler Christian Stocker – positiv gegenüber eine niedrigere Pensionserhöhung für das kommende Jahr ausgesprochen. Am Freitag, 12. September 2025, war es wieder Thema in einer Pressekonferenz. Und nun ist es fix: Die Pensionserhöhung wird vielen Betroffenen jetzt „gekürzt“ – ab einem gewissen Verdienst gibt es nur noch eine bestimmte Summe mehr. Wir haben hier für euch die Infos.
Regierung setzt bei Pensionserhöhung 2026 den Sparstift an
2,7 Prozent – das ist die Inflation, die für die Pensionserhöhungen 2026 schlagend ist. Für gewöhnlich wird diese auch zur Gänze allen Ältesten hierzulande abgegolten, Sozialministerin Korinna Schumann hat das Prozedere im Interview mit 5 Minuten auch erklärt. Alles dazu hier: Gesund bis zur Pension: Diese Menschen haben „de facto keine Chance“. Aufgrund der prekären Budget-Situation in Österreich musste man hier nun allerdings den Sparstift ansetzen.
Pensionen werden 2026 maximal um 67,50 Euro erhöht
Bei einer Pressekonferenz hat Schumann das für kommende Jahr neue Modell vorgestellt. Zumindest die niedrigen Pensionen werden dabei gänzlich abgegolten, die höheren werden gedeckelt. Und dieser Deckel wird bei der Brutto-Summe von 2.500 Euro (derzeit 2.070 Euro netto) gesetzt. Die maximale Erhöhung würde dann bei 67,50 Euro liegen – jener Summe, die in etwa den 2,7 Prozent bei einer Pension von 2.500 Euro brutto entspricht. Heißt: Egal, ob man 2.500, 3.000 oder 4.000 Euro brutto bekommt, ab Jänner gibt es für alle, die über dieser Grenze liegen, „nur“ 67,50 Euro brutto mehr. Bernhard Angeler, der das Portal „rechner.at“ betreibt, hat 5 Minuten eine Grafik zukommen lassen, die zeigt, wie sich das dann prozentuell von der Erhöhung darstellt.
Wie viel Pension bekommst du netto?
Schumann: „Trotz der schwierigen Ausgangslange…“
„Wir alle kennen die budgetäre Lage und es gilt jetzt, das Budget zu sanieren“, erklärt Sozialministerin Schumann in der Pressekonferenz. Anmerken wollte sie allerdings auch, dass es gelungen sei, eine sozial gerechte Anpassung zu verhandeln – „trotz der schwierigen Ausgangslage“, ist sich Schumann bewusst. Man habe vor allem auf kleine und mittlere Pensionen bedacht genommen, ein Großteil würde die volle Inflationsabgeltung von 2,7 Prozent erhalten. Laut Schumann sind das immerhin mehr als 71 Prozent jener Menschen, die eine gesetzliche Pension erhalten.
Tabelle zeigt, was die Pensionserhöhung für dich bedeutet
Erste Werte zeigen nun auch, was das für Pensionisten konkret bedeuten wird. Sieht man sich das monatliche Netto-Plus an, sieht man, dass es bei einer Pension von 2.500 Euro 49,47 Euro beträgt. Bei einer Pension von 4.000 Euro brutto bekommen Österreichs Älteste – dem Deckel sei „Dank“ – mit 50,23 Euro monatlich nur marginal mehr im kommenden Jahr. Angeler hat auch hier 5 Minuten wieder einige Werte zur Verfügung gestellt, die zeigen, was die Erhöhung nun bedeutet.
| Brutto 2025 (Euro) | Brutto 2026 (Euro) | Netto-Plus 2026 (Euro) | Erhöhung in Prozent |
| 1.400 | 1.437,80 | 35,53 | 2,7 |
| 1.600 | 1.643,20 | 40,61 | 2,7 |
| 1.800 | 1.848,60 | 41,89 | 2,7 |
| 2.000 | 2.054 | 41,93 | 2,7 |
| 2.200 | 2.259.40 | 44,95 | 2,7 |
| 2.500 | 2.567,50 | 49,47 | 2,7 |
| 3.000 | 3.067,50 | 51,39 | 2,25 |
| 3.500 | 3.567,50 | 50,23 | 1,93 |
| 4.000 | 4.067,50 | 50,23 | 1,69 |
Fazit: Pensionen erhöhen sich 2026 in Österreich teils unter der Inflation
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich die Pensionen zu einem großen Teil in Österreich im kommenden Jahr (ab Jänner 2026) unter der zugrundeliegenden Inflation von 2,7 Prozent erhöhen. Bei einer Brutto-Erhöhung von 67,50 Euro wird ein Deckel gesetzt, womit alle Pensionen oberhalb von 2.500 Euro brutto kein größeres Plus als diese Summe bekommen werden.
Häufig gestellte Fragen
Pensionserhöhungen bzw. Pensionsanpassungen finden in Österreich immer ab Jänner des jeweiligen Jahres statt.
Das liegt an der präkeren budgetären Situation, in der sich der Staat befindet. Mit dieser Maßnahme möchte man – neuerlich bei den Pensionisten – mehrere hundert Millionen Euro „einsparen“.
Ab einer Pension von 2.500 Euro brutto wird es nicht mehr Pensionserhöhung geben. Bei einer Brutto-Erhöhung von 67,50 Euro wird gedeckelt.