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/ ©pixabay / Simon
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist Facebook.
Meta unter Druck: Der VSV hat in Wien eine Klage eingebracht.

Illegale Überwachung: Milliarden Euro-Klage gegen Meta

Der Verbraucherschutzverein (VSV) geht gegen den Konzern Meta vor. Dem Betreiber von Instagram, Facebook und WhatsApp wird vorgeworfen, mithilfe seiner „Meta Business Tools“ rechtswidrig das Privatleben von Nutzern auszuspähen.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(304 Wörter)

Wie aus einem Bericht auf der Webseite vom Verbraucherschutzverein hervorgeht, liest Meta „auf tausenden Webseiten und Apps heimlich mit, was Sie dort tun, speichert es ab, und verdient mit Ihrer Überwachung Milliarden.“ Damit erfasst das Unternehmen auch sensible Daten, etwa zu Gesundheit, Weltanschauung oder sexuellen Vorlieben. Betroffen seien allein in Deutschland rund 50 Millionen Menschen. Nach Ansicht des VSV ist diese Praxis ein klarer Verstoß gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Verfahren in Österreich gestartet

In Deutschland laufen bereits mehrere Verfahren, teils mit Erfolgen für Verbraucher. Ein Urteil des Landgerichts Leipzig vom Juli 2025 sorgte für großes mediales Aufsehen. Nun setzt auch Österreich Schritte: „Wir machen die Ansprüche nun auch für österreichische Verbraucher geltend“, heißt es seitens des VSV. Vor dem Handelsgericht Wien wurde eine Unterlassungsklage eingebracht. Wir haben berichtet: Datenschutzverstöße: Sammelklage gegen Facebook-Konzern Meta gestartet. Parallel sei auch hierzulande eine Abhilfeklage in Planung.

Bis zu 10.000 Euro in Deutschland

In Deutschland fordert der VSV pro Nutzer 5.000 Euro Schadenersatz für Erwachsene, für Minderjährige sogar 10.000 Euro. Ob und in welcher Höhe österreichische Betroffene ähnliche Ansprüche geltend machen können, wird sich im weiteren Verfahren zeigen. Möglich wird das durch die Finanzierung von Padronus: Der Prozessfinanzierer übernimmt sämtliche Kosten und erhält im Erfolgsfall einen Anteil der zugesprochenen Summe. Laut dem Medium heute.at liegt der mögliche Streitwert bei ungefähr 25 Milliarden Euro.

Warum eine Verbandsklage?

Seit Dezember 2024 ist der VSV als qualifizierte Einrichtung für Verbandsklagen anerkannt. Damit können Unterlassungs- und Abhilfeklagen europaweit geführt werden. Ziel sei es, die Rechte vieler Verbraucher gebündelt durchzusetzen und ihnen eine kostenfreie Teilnahme am Verfahren zu ermöglichen. „Unterlassungsklagen können sich gegen jeglichen Gesetzesverstoß, der die kollektiven Interessen von Verbrauchern beeinträchtigt, richten“, heißt es dazu.

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