Skip to content
/ ©Montage: Canva Pro
Ein Bild auf 5min.at zeigt eine verzweifelte Frau, die von einem Online-Betrug betroffen ist.
Kriminelle nutzen angebliche Überweisungsfehler, um Organisationen und Privatpersonen in die Falle zu locken.

Vorsicht: So tricksen Betrüger mit falschen Spenden

Eine großzügige Spende entpuppt sich als dreister Trick: Kriminelle fordern nach angeblichem Überweisungsfehler eine Rückzahlung. Dahinter steckt die „Lastschriftfalle“. So schützen Sie sich vor dem Rücküberweisungsbetrug.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(394 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Eine Non-Profit-Organisation jubelt über eine großzügige Spende – doch die Freude hält nur kurz. Denn kurz darauf flattert ein E-Mail ins Postfach: Ein angeblicher Überweisungsfehler sei passiert, nun solle der „Differenzbetrag“ zurückerstattet werden. Dahinter steckt kein Missverständnis, sondern ein dreister Betrugsversuch.

Warst du schon einmal Opfer eines Online-Betrugs?

Ja, leider
Nein, zum Glück nicht

So funktioniert der Rücküberweisungsbetrug

Die Masche ist perfide, aber simpel. Kriminelle überweisen via SEPA-Lastschrift scheinbar einen hohen Betrag – zum Beispiel 8.800 Euro statt 880 Euro. Danach folgt ein E-Mail mit der Bitte, den „zu viel überwiesenen“ Betrag zurückzuzahlen. Watchlist Internet erklärt: „Die Spender:innen bitten darum, die Differenz zurückzuüberweisen. Das Geld, das überwiesen wurde, war jedoch gar nie gedeckt oder wurde von der Bank der vermeintlichen Spender:innen als Fehllastschrift zurückgezogen.“ Das bedeutet: Die ursprüngliche Summe ist nie eingegangen und sobald die Organisation das Geld zurücküberweist, erleidet sie massiven finanziellen Schaden.

Besonders betroffen: Gemeinnützige Organisationen

Vor allem Non-Profit-Organisationen geraten in das Visier der Betrüger. Denn sie arbeiten oft mit Online-Spendenformularen und reagieren schnell, wenn ein angeblicher Fehler gemeldet wird. Aber auch Privatpersonen sind gefährdet – besonders auf Kleinanzeigen-Plattformen. Hier erhalten Betroffene Nachrichten, dass eine Zahlung „falsch verbucht“ worden sei. Die Täter fordern dann Rücküberweisungen über die Funktion „Familie und Freunde“. Die Watchlist Internet warnt: „Privatpersonen werden auf Kleinanzeigen-Portalen besonders häufig angesprochen. In den Nachrichten wird behauptet, eine andere Rechnung sei falsch überwiesen worden. Die Rückzahlung soll dann über unsichere Zahlungswege erfolgen.“

Wie du dich schützen kannst

Das Wichtigste ist Ruhe zu bewahren – auch wenn im E-Mail Worte wie „dringend“ oder „sofort“ auftauchen. Die Täter setzen gezielt auf Stress und Hektik.

  • Niemals selbst zurücküberweisen: Verweise die Absender an deine Bank, die eine Rückbuchung des Gesamtbetrages durchführen kann.
  • E-Mails genau prüfen: Gleiche die Angaben immer mit tatsächlichen Zahlungseingängen ab.
  • Besondere Vorsicht bei Erstspender: Handelt es sich um eine neue Spende, ist Skepsis angebracht.

Schon hereingefallen? Das kannst du tun

Wer das Geld bereits zurücküberwiesen hat, hat nur sehr geringe Chancen, es wiederzusehen. Dennoch gilt: sofort handeln!

  • Sofort die Bank kontaktieren und die Situation schildern. Eventuell lässt sich der Schaden noch begrenzen.
  • Konto überwachen. Achte in den nächsten Wochen auf verdächtige Bewegungen.
  • Polizei einschalten. Auch wenn das Geld verloren ist, helfen Hinweise bei den Ermittlungen.

Häufig gestellte Fragen:

Dabei geben Kriminelle vor, aus Versehen zu viel Geld überwiesen zu haben, und bitten um Rücküberweisung der „Differenz“. Das ursprünglich angeblich überwiesene Geld war aber nie gedeckt oder wurde zurückgezogen.

Spendenformulare und schnelle Reaktionen auf Unterstützungsanfragen machen NGOs anfällig. Sie wollen hilfsbereit sein – und fallen so leichter auf die Masche herein.

Ja. Besonders auf Kleinanzeigen-Portalen sind Betrugsfälle bekannt. Täter:innen geben dort falsche Zahlungsfehler an und verlangen Rücküberweisungen über unsichere Zahlungsfunktionen.

Niemals selbst zurücküberweisen! Weisen Sie die angeblichen Spender:innen an, sich direkt an ihre Bank zu wenden. Außerdem: E-Mails prüfen, Zahlungseingänge kontrollieren, bei Unklarheiten sofort Rücksprache mit der eigenen Bank halten.

Sofort die eigene Bank informieren, das Konto überwachen und Anzeige bei der Polizei erstatten. Rückbuchungen sind schwierig, aber jeder Hinweis hilft den Ermittlungen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 13.09.2025 um 12:35 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes