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Emotionales Granada-Jubiläumskonzert: „Ihr wart unser Zuhause“

Am gestrigen Freitag, dem 12. September 2025 gab die Grazer Band "Granada" auf der Kasematten-Bühne am Schloßberg ihr 10-jähriges Jubiläumskonzert. Emotional wurde es in mehrfacher Hinsicht.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(461 Wörter)
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Es war ein Schock für Granada-Fans: Im Juli verkündete die Austropop-Band live im Radio ihr Aus. Nach zehn Jahren, vier Alben und unzähligen Konzerten ist im Herbst endgültig Schluss. Die Entscheidung kommt nicht aus Streit, sondern, wie es im Interview hieß, „aus einem Ort der Dankbarkeit“. Die Granada-Mitglieder wollen das Kapitel bewusst und mit Stil abschließen. Thomas Petritsch (Sänger) und Roland Hanslmeier (Schlagzeug) sprachen offen über einen langen Reifungsprozess, an dessen Ende nun der Schlussstrich steht.

10 Jahre: Granada-Jubiläumsshow auf den Kasematten

Die 10 Jahre Jubiläumsshow auf den Kasematten markierte folglich gleichsam einen Abschied. Die Band blickte auf 10 Jahre voll toller Bühnen und unvergesslicher Momente zurück – und das in Graz, wo nämlich alles seinen Anfang fand. Kleine Gigs, Auftritte im PPC, im Orpheum, auf den Kasematten und auch beim Augartenfest – die Band Granada hat in ihrer Heimatstadt Geschichte geschrieben. Emotionale Reden gab es beim Konzert am Freitag. „Ihr wart unser Zuhause“, betonte Sänger Petritsch. Akkordeon-Spieler Christof nutzte die Bühne, um auf die Hütte der RosaLila Pantherinnen beim heurigen „Aufsteirern“ aufmerksam zu machen und appellierte, dort hinzugehen, denn gerade in Zeiten wie diesen „müssen wir viel mehr aufeinander schauen“. Auch der ein oder andere Schwank aus der Jugend durfte beim Konzert nicht fehlen, so erinnerte sich Christof noch an eine der Pinkelpartys im Grazer Club „Revolution“, wo er in seiner Studentenzeit „Pina Colada“ getrunken hat.

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Es war „wie a Feiawerk“

Neben Lachern und Jubelschreien sorgte die Grazer Band bei Fans auch für Tränen – Tränen der Freude, des Danks, der Rührung und des Abschieds. „Danke für die schöne Zeit“, wurde die Band am Freitagabend nicht leid zu bekunden. Ein ganz besonderer Moment ist bei Granada-Konzerten immer der Song „Wien wort auf di“, bei dem die Bandmitglieder sich ins Publikum mischen und die Textzeilen ohne Mikrophon zum Besten geben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt flossen bei vielen die Tränen. Nach 10 Jahren, vielen Konzerten und grandioser Stimmung bei der Jubiläumsshow bleibt abschließend nur zu sagen: Danke, es war „wie a Feiawerk“ – „Graz wort auf di“.

©5 Minuten | Emotionale Momente bei der Granada-Jubiläumsshow

Zehn Jahre Granada

Gegründet wurde Granada 2015 von Thomas Petritsch. Mit Songs wie „Eh Ok“, „Ottakring“, „Feiawerk“ oder „Palmen am Balkon“ trafen sie einen Ton, der zwischen Leichtigkeit und Tiefgang pendelte. Die Mischung aus steirischer Unverkrampftheit, Wiener Charme und balkaneskem Schwung wurde zu ihrem Markenzeichen. Mit Thomas Petritsch (Gesang), Alexander Christof (Akkordeon), Lukacz Custos (Gitarre), Jürgen Schmidt (Bass) und Roland Hanslmeier (Schlagzeug) bleibt Granada als Band in Erinnerung, die ohne große Inszenierung genau das geliefert hat, was zählt: Musik mit Haltung, Herz und Humor. Ein letztes Abschlusskonzert wird es am 11. Oktober im Orpheum geben.

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