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/ ©Die Grünen Klagenfurt
Bild auf 5min.at zeigt Stefan Samonig.
Stadtparteiobmann Stefan Samonig (Die Grünen Klagenfurt) sieht in der Bevorzugung von Männern beim Frauenbüro eine „absurde“ Entscheidung.

Frauenbüro braucht Frauenperspektive statt Männerbonus

Bei der Nachfolge für die Leitung des Klagenfurter Frauenbüros sollen Männer bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden. Während die Stadt auf das Gleichbehandlungsgesetz verweist, üben die Grünen Klagenfurt Kritik.

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Transparenzbekanntmachung gem. Art. 15 EU-VO

Mit Jahresende geht die langjährige Leiterin des Klagenfurter Frauenbüros, Astrid Malle, in Pension. Für ihre Nachfolge hat die Stadt nun eine Stelle ausgeschrieben. Brisant: Laut Ausschreibung werden Männer bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Die Stadt begründet das mit dem Kärntner Gleichbehandlungsgesetz und verweist darauf, dass in der übergeordneten Magistratsdirektion Männer unterrepräsentiert seien. Für die Grünen Klagenfurt ist das ausgerechnet beim Frauenbüro das völlig falsche Signal. „Das muss man sich einmal vorstellen: Das Frauenbüro sucht eine neue Leitung, und Männer haben bessere Chancen. Ausgerechnet im Frauenbüro. Das ist doch komplett daneben“, sagt Alina Filip, Kandidatin der Grünen Klagenfurt für die Gemeinderatswahl. „Das Frauenbüro ist keine x-beliebige Magistratsabteilung. Es ist eine Anlaufstelle für Frauen, die Beratung, Unterstützung und einen geschützten Raum brauchen. Genau deshalb ist dort auch weiterhin eine starke Frauenperspektive gefragt.“

Vier von 25 Abteilungen

Für die Grünen greift die Argumentation der Stadt zu kurz. Schließlich hat selbst die Leiterin der Gleichbehandlungsstelle des Landes darauf hingewiesen, dass es für Einrichtungen mit einem besonderen Auftrag rechtliche Ausnahmen geben könne. „Im Rathaus werden nur vier von 25 Abteilungen von Frauen geleitet. Aber ausgerechnet beim Frauenbüro fällt der Stadt plötzlich ein, dass Männer gefördert werden müssen. Das ist wirklich absurd“, sagt Stadtparteiobmann Stefan Samonig. „Offensichtlich versteckt sich die Stadt lieber hinter Formalitäten, als den Hausverstand einzusetzen.“

Mehr als eine Personalentscheidung

Für die Grünen geht es um weit mehr als eine Personalentscheidung. Alina Filip betont: „Gewalt gegen Frauen, ungleiche Bezahlung oder finanzielle Abhängigkeit sind leider noch immer Realität. Das Frauenbüro ist eine wichtige Anlaufstelle für Frauen. Gerade deshalb wäre es das völlig falsche Signal, wenn ausgerechnet dort der eigentliche Auftrag aus dem Blick gerät.“

Diese politische Information wurde im Auftrag von „Die Grünen Klagenfurt“ erstellt. Details finden Sie hier.

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