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/ ©Montage: Canva/Wiener Städtische
Das Bild auf 5min.at zeigt eine Mitarbeiterin der Wiener Städtischen.
Eine durchdachte Pensionsvorsorge schafft Sicherheit – besonders für Frauen, die im Alter oft stärker von finanziellen Lücken betroffen sind - Ingrid Dragaschnig, Beraterin der Wiener Städtischen in Klagenfurt berät dich gerne.

Mehr Sicherheit im Alter: Warum Aufschieben teuer werden kann

Die aktuellen Rahmenbedingungen sind für viele Menschen nicht einfach. Doch wer den Kopf in den Sand steckt, und auf bessere Zeiten wartet, verliert wertvolle Zeit bei der Altersvorsorge.

Gerade Frauen sind bei der finanziellen Vorsorge oft deutlich schlechter aufgestellt. Warum das so ist, welche Risiken sich daraus ergeben und wie man rechtzeitig gegensteuern kann, erklärt uns Ingrid Dragaschnig im Gespräch.

Wir leben in sehr herausfordernden Zeiten. Spüren Sie einen Nachfragerückgang bei der privaten Altersvorsorge?

Wir können in den vergangenen Jahren keinen Rückgang erkennen, ganz im Gegenteil. Die gestiegenen Zinsen haben die Nachfrage nach privaten Vorsorgelösungen sogar gestärkt, weil Kunden nach einer langen Durststrecke jetzt endlich wieder mehr Zinsen bekommen. So haben wir als Wiener Städtische die Gesamtverzinsung in der Lebensversicherung auf 2,5 Prozent erhöht. 

Die Österreicher setzen aufgrund der Inflation und der hohen Energiepreise überall den Rotstift an. Ist für Vorsorge jetzt der richtige Zeitpunkt?

Diese Multikrisen sind eine große Herausforderung für uns alle. Aber beim Thema Altersvorsorge sollte man sich nicht von aktuellen Geschehnissen leiten lassen. Denn dabei geht es um lange Zeiträume und vergleichsweise kleine Beträge, die dann – über die Jahre – einem steigenden Einkommen angepasst werden sollen. In einem ersten Schritt kann das mit einem gewissen Konsumverzicht verbunden sein. Aber es bringt mir auch die Sicherheit, später einmal über ausreichend Geld zu verfügen, um in der Pension nicht in Altersarmut abzurutschen.

Und wann sollte man idealerweise mit einer Pensionsvorsorge beginnen? 

Wie bereits erwähnt, ist der ideale Zeitpunkt mit einer finanziellen Vorsorge zu beginnen immer der frühestmögliche. Denn die private Altersvorsorge ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf. Das bedeutet, dass ein Vorsorgeplan in der Regel über mehrere Jahrzehnte läuft und im Idealfall – unter Berücksichtigung des Zinseszinseffektes – bereits Eltern und Großeltern für ihr Kind/Enkelkind, finanzielle Vorsorgemaßnahmen ergreifen, die dieses dann später übernehmen und selbst weiterführen können. Denn es ist auf jeden Fall immer einfacher und lukrativer, später auf einer bereits bestehenden Vorsorgelösung aufzusetzen als neu einzusteigen.

Viele Frauen können ihre Existenz nicht ausreichend absichern. Welche Strategien helfen, unabhängiger zu werden – und welche gesellschaftlichen Veränderungen wären nötig?

Die durchschnittliche Pension von Frauen liegt mit 1.594 Euro brutto im Monat um rund ein Drittel unter jener der Männer mit 2.321 Euro. Somit ist das Risiko, in Österreich in die Altersarmut abzurutschen, für Frauen etwa dreimal größer als für Männer. Wichtig ist daher, frühzeitig die eigene finanzielle Situation zu analysieren: Welche Bedürfnisse habe ich kurz-, mittel- und langfristig? Gemeinsam mit einer Beraterin bzw. einem Berater lässt sich ein Vorsorgeplan entwickeln, der regelmäßig überprüft und angepasst werden sollte. Gleichzeitig braucht es strukturelle Veränderungen: gleicher Lohn für gleiche Arbeit, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine faire Verteilung unbezahlter Care-Arbeit. Denn finanzielle Unabhängigkeit von Frauen bedeutet nicht nur Sicherheit für die Einzelne, sondern stärkt auch die gesamte Gesellschaft.

Frauen sind auch bei der privaten Pensionsvorsorge meist deutlich schlechter versorgt als Männer. Woran liegt das? 

Frauen haben aufgrund verschiedener Rahmenbedingungen oftmals einen noch größeren Vorsorgebedarf abzudecken als Männer. Man denke beispielsweise daran, dass Frauen im Schnitt früher in Pension gehen und dazu noch eine höhere Lebenserwartung haben als Männer. Das heißt, dass ihr Geldbedarf im Alter entsprechend höher ist. Dazu kommt der Gender-Pay-Gap, der bewirkt, dass Frauen für dieselbe Tätigkeit oft immer noch weniger verdienen als Männer. Des Weiteren wird der Anteil der so genannten „geringfügig beschäftigten Frauen“ immer größer. Und aus einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis besteht kein Anspruch auf Leistungen aus dem Sozialsystem – das heißt natürlich auch kein Anspruch auf eine eigene Pension. Zudem fällt der Lohn bei geringfügig Beschäftigten deutlich geringer aus und macht es zusätzlich schwerer, privat vorzusorgen. 

Wie viel Geld sollte man optimalerweise monatlich in eine gute Pensionsvorsorge investieren?

Um optimal in der Pension abgesichert zu sein, sollte Frau bzw. Mann nach Möglichkeit 10 bis 15 Prozent des monatlichen Einkommens in die finanzielle Vorsorge und Risikoabsicherung investieren.

Welche konkreten Maßnahmen setzt Ihr Unternehmen, um Frauen bei der Vorsorge besser zu unterstützen?

Als Wiener Städtische und Österreichs größter Lebensversicherer haben wir dieses Problem erkannt und stellen das Thema Frauenvorsorge seit Längerem in den Fokus. Ziel der Kampagne #frausorgtvor ist es, neben einer verstärkten Bewusstseinsbildung auch konkrete Lösungsansätze für Frauen anzubieten. Das reicht von der Basisabsicherung mit einer prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge vor allem für Jüngere über Lösungen in der fondsgebundenen Lebensversicherung bis hin zu umfassenden Zusatzpaketen, etwa der Prämienübernahme durch die Wiener Städtische bei Geburt, Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit.

Was also raten Sie Frauen, wenn es um das Thema Vorsorge geht?

Mein Tipp an alle Frauen ist simpel: Investieren Sie in sich selbst, nehmen Sie das selbst in die Hand und starten Sie möglichst in jungen Jahren mit Ihrer privaten Altersvorsorge! Denn: Vorsorge ist Eigenverantwortung. Ein Blick auf das persönliche Pensionskonto verschafft Klarheit über die voraussichtliche Höhe der zu erwartenden staatlichen Pension. Eine etwaige Pensionslücke, also eine Differenz zwischen dem letzten Einkommen und der gesetzlichen Pension, lässt sich so rasch orten. Gerade Frauen sind oft sehr überrascht, wie hoch die Differenz dann wirklich ist. Hier würde ich mir wünschen, dass bereits in der Schule erste Schritte in Richtung einer fundierten Finanzausbildung gesetzt werden. Und: Suchen Sie sich eine Beraterin oder einen Berater und beginnen Sie rechtzeitig – auch mit kleinen Beiträgen. Denn, sich in finanziellen Angelegenheiten nur auf den Partner zu verlassen, ist in der Regel zu kurz gedacht. 

Eine Partnerschaft ist niemals eine verlässliche Absicherung für die Zukunft – das zeigen nicht zuletzt die Schicksale alleinerziehender Frauen im täglichen Kampf gegen die Armut.

Jetzt Ingrid Dragaschnig kontaktieren:

E-Mail: I.Dragaschnig@wienerstaedtische.at
Telefon: +43 50 350 44315
Adresse: Straße St. Veiter Ring 13, 9020 Klagenfurt

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