Blick auf’s Handy: „Boden-Ampel“ in Eisenstadt warnt alle Fußgänger
Weil der ständige Blick aufs Handy im Straßenverkehr immer gefährlicher wird, geht Eisenstadt neue Wege: Eine spezielle Ampelanlage soll abgelenkte Fußgänger rechtzeitig warnen, wenn das Signal auf Rot springt.
Weil viele Menschen selbst beim Überqueren der Straße auf ihr Smartphone schauen, testet die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt jetzt eine technologische Lösung. Das berichtet zuerst die „Krone“. Eine neue, intelligente Ampel soll dafür sorgen, dass abgelenkte Fußgänger das Rotlicht nicht mehr übersehen.
„SafeLight“-Technologie hat sich international bereits durchgesetzt
Was international bereits an tausenden Kreuzungen Standard ist, feiert nun im Burgenland Premiere: Die sogenannte „SafeLight“-Technologie. Dieses System erweitert klassische Fußgängerampeln um ein zusätzliches Lichtsignal, das gezielt Menschen ansprechen soll, die starr auf ihr Smartphone statt auf die Straße schauen.
Testlauf an Kreuzung in Schulnähe
Ein Projekt mit starkem Regionalbezug: Die im Burgenland gefertigte Technik vom Swarco-Standort in Neutal wird nun auch im eigenen Bundesland getestet. Für den Testlauf wurde gezielt eine Kreuzung in der Nähe einer Schule ausgesucht. Die wissenschaftliche Begleitung des Probebetriebs übernimmt die BOKU Wien. Um die tatsächliche Wirksamkeit des Systems zu überprüfen, werden das Verhalten der Passanten beobachtet, Videoaufnahmen ausgewertet und Interviews vor Ort geführt.
Erste positive Rückmeldungen
Ob das System alltagstauglich ist, wird die wissenschaftliche Auswertung zeigen. Bei einer positiven Bilanz ist der Einsatz an zusätzlichen Schutzwegen geplant, wofür es auch aus dem Landhaus bereits volle Unterstützung gibt. Laut der Projektleitung soll es bereits positive Rückmeldungen geben.