Mann nach Anruf sicher: „Geht um nicht weniger als das Überleben eines Menschen“
Michael Seier ist 26 Jahre alt und aus Grafenschachen (Bezirk Oberwart, Burgenland). Er hat kürzlich einer Frau aus Frankreich seine gesunden Stammzellen gespendet und ihr so die Chance auf ein weiteres Leben geschenkt.
Am 4. August 2026 hat Michael Seier einer Französin seine Stammzellen gespendet. Nun teilt er seine Gedanken dazu, einem sehr kranken Menschen womöglich eine Chance auf Leben gegeben zu haben – „ohne Schmerzen, ohne viel Aufwand“, wie er meint.
„Der Anruf kam sehr überraschend“
Alles hat vor etwa zwei Jahren gestartet, als er sich in der Klinik Oberwart spontan typisieren lassen hat, berichtet das Team von Geben für Leben. Vor drei Monaten wurde er dann mit der Information angerufen, dass er als potentieller Spender in Frage kommt. „Der Anruf kam sehr überraschend, doch in keiner Sekunde habe ich über eine Absage nachgedacht und die Entscheidung ist mir sehr leicht gefallen“, erinnert sich der Burgenländer. Ihm war klar: „Es geht um nicht weniger als das Überleben eines Menschen.“
Angst vor den Spritzen war „unbegründet“
Nach dem Anruf folgte ein kurzer Besuch beim Hausarzt, der durch eine Blutabnahme noch einmal die definitive Übereinstimmung mit der Empfängerin feststellte. „Anschließend durfte ich einen Gesundheitscheck im AKH durchlaufen, um sicherzustellen, dass ich auch gesundheitlich dazu in der Lage bin, zu spenden“, so der Spender. Was folgte waren acht Spritzen, die zur Vermehrung der Stammzellen anregen sollten. Er sei nicht gerade ein Fan von Spritzen und hat deshalb seine Mutter, eine diplomierte Krankenschwester, gebeten, diese zu verabreichen. Die Angst sei jedenfalls unbegründet, so der Burgenländer, „da es nicht schmerzt und die Verabreichung sehr einfach ist“.
„War für mich nicht mehr als eine lange Blutspende“
Am 4. August 2026 war es dann eben so weit. „Großes Lob geht an das Team im AKH, das mich stets gut umsorgt hat und die Zeit wie im Flug vergehen ließ“, weiß der Spender. Und: „Es war für mich nicht mehr als eine lange Blutspende.“ Im Nachhinein sei es für ihn „eine großartige Erfahrung“ gewesen und all jene, die noch unsicher ist, möchte er mit vier abschließenden Worten die Angst nehmen: „Es tut nicht weh.“
So wirst auch du zum potentiellen Stammzellspender
Wenn auch du zum potentiellen Lebensretter werden möchtest, geht das eigentlich ganz einfach. Das geht einerseits vor Ort bei einer Typisierungsaktion – genau so wie der Spender in diesem Artikel das gemacht hat. Andererseits kann man sich das Typisierungsset nach Hause liefern lassen und alles in wenigen Minuten von zu Hause aus erledigen. Die einzigen Voraussetzungen dafür: Man muss zwischen 16 und 45 Jahre alt und gesund sein. Alle Informationen dazu findet ihr hier online auf der Website von Geben für Leben.