Liebesbetrug: 53-Jähriger überwies sechsstelligen Betrag an Fake-Freundin
Ein mutmaßlicher Fall von „Love-Scamming“ fordert in Österreich ein weiteres Opfer: Ein 53-jähriger Mann hat Anzeige wegen schweren Betrugs erstattet. Es geht um einen sechsstelligen Betrag.
Der 53-Jährige aus dem Bezirk Jennersdorf wandte sich jetzt an die Polizei, nachdem er einer Online-Bekanntschaft finanziell über mehrere Monate hinweg ausgeholfen hatte. Der entstandene Gesamtschaden liegt im niedrigen sechsstelligen Eurobereich.
Vertrauensverhältnis über Monate hinweg aufgebaut
Nach Angaben des Opfers begann die Geschichte im Dezember 2025 auf einer gängigen Dating-Plattform. Was als unschuldiger Flirt begann, vertiefte sich rasch: Das Duo tauschte bald Handynummern aus und verlagerte die Unterhaltungen auf einen Messengerdienst. Über Wochen und Monate hinweg baute die angebliche Chat-Partnerin ein enges Vertrauensverhältnis auf.
Mindestens 18 Überweisungen getätigt
Im Frühjahr folgte die Wende: Ab Mai 2026 berichtete die Frau immer wieder von angeblichen Notlagen und bat den 53-Jährigen um finanzielle Unterstützung. Bis Anfang September 2026 tätigte der Österreicher in gutem Glauben mindestens 18 Transaktionen auf verschiedene Bankkonten im In- und Ausland.
Geldforderungen rissen nicht ab, Rückzahlungen blieben aus
Erst als die Geldforderungen nicht abrissen und die versprochenen Rückzahlungen ausblieben, schöpfte das Opfer Verdacht und erstattete schließlich Anzeige bei der Polizei. Die Beamtinnen und Beamten haben die Erhebungen aufgenommen, um die Hintermänner des Betrugsnetzwerks ausfindig zu machen.
Vorsicht bei Geldforderungen:
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor der Masche des sogenannten Love-Scammings. Wer bei Online-Bekanntschaften rasch um Geldüberweisungen gebeten wird – egal unter welchem Vorwand -, sollte rigoros den Kontakt abbrechen und keine Zahlungen leisten