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Symbolfoto
Bild auf 5min.at zeigt Schmuck.
Der Grazer Schmuckhändler Wiesauer will sich sanieren

Seit 1946 in Familienhand: Grazer Traditions-Juwelier ist insolvent

Georg Wiesauer hat einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung beim Landesgericht für ZRS Graz eingebracht. Am Freitag wurde das Sanierungsverfahren eröffnet, heißt es in einer Aussendung des AKV.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(302 Wörter)
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Beim schuldnerischen Unternehmen mit Sitz in Graz handelt es sich um einen Traditionsbetrieb, der seit 1946 in zweiter Generation geführt wird und somit seit vielen Jahren in der Schmuck- und Edelsteinbranche tätig ist. Zu den Geschäftsfeldern zählt der Großhandel mit Handelspartnern in Honkong, Japan und China. In der Grazer Innenstadt wird zudem ein renommiertes Einzelhandelsgeschäft geführt, welches auf maßgefertigte Schmuckstücke in hoher Qualität spezialisiert ist. Die Schmuckstücke werden in der betriebseigenen Werkstatt gefertigt. Im Unternehmen sind drei Dienstnehmer beschäftigt.

Grazer Schmuckhändler hat sich von Pandemie-Einbrüchen nicht erholt

Zu den Insolvenzursachen wird auf die Covid-19-Pandemie verwiesen in deren Folge die Nachfrage im Großhandel stark zurückgegangen ist, sich zwar zeitverzögert erholt hat, jedoch das ursprüngliche Niveau im Großhandel nicht annähernd erreicht hat. Ungeachtet dessen, dass in weiterer Folge Einsparungsmaßnahmen vorgenommen wurden, konnte die Zahlungsfähigkeit nicht aufrechterhalten werden. Ein Insolvenzantrag wurde letztlich notwendig.

Aktiva und Passiva

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) äußert sich du den Verbindlichkeiten wie folgt. „Die Passiva (zu Liquidationswerten) werden mit 722.256 Euro beziffert, wobei ein erheblicher Teil auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie auf Dienstnehmeransprüche entfällt. Dem werden Aktiva (zu Liquidationswerten) in der Höhe von rund 241.000 Euro gegenübergestellt, insbesondere handelt es sich dabei um Vorratsvermögen (Schmuck, Edelsteine, etc.).“

Grazer Traditionsbetrieb strebt Fortführung an

Das Unternehmen beabsichtigt eine Fortführung, in dessen Zug eine Restrukturierung und Redimensionierung erfolgen soll. Es wird den Insolvenzgläubigern laut AKV folgender Sanierungsplan angeboten: Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 30 Prozent ihrer Forderungen, davon 7,5 Prozent in bar, auszuschütten durch den Insolvenzverwalter binnen 14 Tagen ab rechtskräftiger Aufhebung des Sanierungsverfahrens und die verbleibenden 22,5 Prozent binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans.

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