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/ ©Stadt Graz/Fischer
Foto auf 5min.at zeigt Personen in die Kamera lächeln.
Am Grazer Hauptplatz konnten Jugendliche Lehrberufe direkt ausprobieren.

Über 1.000 Jugendliche beim „Tag der Lehrberufe“ in Graz

Über 1.000 Jugendliche informierten sich am Grazer Hauptplatz beim 4. „Tag der Lehrberufe“. 20 Unternehmen stellten Lehrberufe vor und boten praxisnahe Einblicke in die Ausbildung.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(312 Wörter)
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Am Hauptplatz präsentierten 20 Unternehmen Lehrberufe aus ganz unterschiedlichen Bereichen – von Friseurin über Elektrotechnik bis hin zu Labortechnik und Maschinenbau. In den sogenannten Werkboxen konnten Interessierte einzelne Tätigkeiten ausprobieren. Vormittags nutzten vor allem Schulklassen das Angebot, am Nachmittag stand die Veranstaltung allen offen. Neben Mitmachstationen gab es Beratung durch AMS, WKO und Arbeiterkammer. Zusätzlich konnten Schüler beim Skills Activity Quiz ihr Wissen testen. Ein Publikumsmagnet war auch Influencerin „die Hauswerkerin“, die mit ihren DIY-Videos mehr als 300.000 Follower erreicht.

Ausbildung als Erfolgsmodell

„Wir leben in wirtschaftlich sehr bewegten Zeiten: Demografischer Wandel, Arbeitskräftemangel und vieles mehr“, sagte Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP). Für ihn ist das duale Ausbildungssystem „ein internationales Erfolgskonzept und wesentlich für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes“. Laut Arbeitsmarktservice gibt es aktuell rund 950 offene Lehrstellen in der Steiermark. Gleichzeitig sind im Raum Graz/Graz-Umgebung etwa 2.000 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos – ein Anstieg von knapp 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hohensinner betonte, dass Veranstaltungen wie der „Tag der Lehrberufe“ helfen sollen, ein passendes Matching zwischen Jugendlichen und Betrieben zu schaffen.

Wirtschaft setzt auf Nachwuchs

Auch seitens der Wirtschaft wird die Initiative unterstützt. „Gut qualifizierte Mitarbeiter sind der wichtigste Bodenschatz unseres Landes“, erklärte WKO-Präsident Josef Herk. Der demographische Wandel lasse diesen Schatz jedoch knapper werden. Daher müssten alle Möglichkeiten genutzt werden, um junge Talente zu fördern. Laut Herk nutzen jährlich über 7.000 steirische Schüler das Talentcenter der WKO Steiermark. Ziel sei es, Orientierung zu schaffen – auch angesichts der hohen Drop-out-Quoten in den höheren Schulen.

Praxisnähe als Schlüssel

Für die richtige Berufswahl sei ein praxisnaher Zugang entscheidend, betonte Natalie Moscher-Tuscher, Gastronomin und Obmann-Stellvertreterin der WKO-Regionalstelle Graz. Allein in der Landeshauptstadt bieten rund 1.000 Unternehmen Lehrstellen an. Der „Tag der Lehrberufe“ ermögliche Jugendlichen, erste Eindrücke direkt vor Ort zu gewinnen.

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