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/ © ÖBB/Chris Zenz
Das Bild auf 5min.at zeigt eine Testfahrt der Koralmbahn.
Die Koralmbahn verbindet ab Dezember Graz und Klagenfurt in nur 41 Minuten.

Koralmbahn startet bald: „Graz verschläft die Jahrhundertchance“

Ab Dezember rauscht die Koralmbahn in nur 41 Minuten von Graz nach Klagenfurt. Doch statt gemeinsamer Freude herrscht politischer Streit um verpasste Chancen und versäumte Vorbereitung.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(281 Wörter)
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Der Countdown läuft: Am 14. Dezember um 6.03 Uhr startet der erste Zug durch den neuen Koralmtunnel. Mit nur 41 Minuten Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt entsteht der zweitgrößte Ballungsraum Österreichs. Ab sofort sind die Tickets ab 9,90 Euro erhältlich. Doch während die Bevölkerung den Start der Koralmbahn feiert, sorgt das Projekt politisch für Zündstoff.

Lercher fordert: „Land Steiermark darf Chancen nicht verschlafen!“

SPÖ-Landesparteichef Max Lercher sieht in der neuen Verbindung eine historische Möglichkeit für die Steiermark: „Heute ist ein wichtiger Tag für die Steiermark! Jetzt muss die Landesregierung endlich ins Tun kommen und rund um die Koralmbahn Maßnahmen liefern.“ Er fordert eine strategische Planung sowie Grundstücksbevorratung, um neue Betriebe entlang der Strecke anzusiedeln. Nur so könne das enorme wirtschaftliche Potential der Bahnstrecke ausgeschöpft werden. „Wir müssen dieses enorme Potential für unseren Wirtschafts- und Industriestandort voll ausschöpfen“, betont Lercher abschließend.

Das Bild auf 5min.at zeigt SPÖ Chef Max Lercher.
©SPÖ Steiermark
SPÖ-Landesparteichef Max Lercher fordert rasche Maßnahmen, damit die Steiermark die wirtschaftlichen Chancen der Koralmbahn nicht verschläft.

ÖVP warnt: Graz verschläft die „Jahrhundertchance“

Während Lercher den Blick auf das große Ganze richtet, mahnt die Grazer Volkspartei die Stadtregierung. Grund: Der letzte Zug aus Klagenfurt kommt künftig um 23.57 Uhr in Graz an, doch zu dieser Zeit fährt kein Bus und keine Straßenbahn mehr. „Graz verschläft die Jahrhundertchance Koralmbahn. Wenn der letzte Zug aus Klagenfurt kurz vor Mitternacht in Graz ankommt und kein Bus oder keine Straßenbahn mehr fährt, ist das ein Offenbarungseid der Grazer Verkehrspolitik“, kritisiert Markus Huber, Stadtparteigeschäftsführer der Grazer VP. Er fordert ein Nachtverkehrs-Konzept mit passenden Anschlusszeiten. „Die Koralmbahn darf nicht an Graz vorbeifahren – Bürgermeisterin Kahr muss endlich für Anschluss sorgen.“

Foto auf 5min.at zeigt Huber Markus ÖVP
© Stadt Graz/Fischer
Markus Huber von der Grazer Volkspartei kritisiert fehlende Anschlussverbindungen und warnt: „Graz darf die Koralmbahn nicht verschlafen.“
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