Grazer Park wird nach österreichsicher Schriftstellerin benannt
Ein Ort der Begegnung, des Lesens und des Erinnerns: Der Park an der Beethovenstraße hinter dem Literaturhaus in St. Leonhard trägt künftig den Namen „Barbara-Frischmuth- Park“.
Die Stadt Graz würdigt mit der Benennung eine der bedeutendsten österreichischen Schrift- stellerinnen. Barbara Frischmuth (1941–2025) war nicht nur eine prägende Stimme der Literatur, sondern auch eine leidenschaftliche Gärtnerin. Ihr literarisches Werk und ihre Liebe zur Natur sind eng miteinander verbunden. Beides soll sich künftig auch im Park neben dem Literaturhaus widerspiegeln. Der bestehende Grünraum an der Beethovenstraße wird im Zuge der Benennung aufgewertet: neue Bepflanzungen und Staudenbeete, neue Sitzbänke und blühende Zonen schaffen einen Ort der Ruhe, der Inspiration und des Austauschs.
Offizielle Benennung am 20. November
Die offizielle Benennung des Parks erfolgt im Rahmen einer Gedenkfeier am 20. November, bei der Wegbegleiter:innen, Kolleg:innen und Leser:innen an das Wirken der großen Schrift- stellerin erinnern. Im Anschluss lädt das Literaturhaus Graz ab 19 Uhr zu einem Abend für Barbara Frischmuth mit den Autor:innen Olga Flor, Rainer Götz, Klaus Hoffer, Elisabeth Klar und Elisabeth Reichart sowie Musik von Juan Carlos Sungurlian.
Zur Person Barbara Frischmuth (1941–2025)
Die in Altaussee geborene Autorin, Übersetzerin und Sprachwissenschaftlerin trat 1962 der Grazer Avantgarde-Gruppe Forum Stadtpark bei. Ihr Debütroman „Die Klosterschule“ erschien 1968 und begründete ihren literarischen Durchbruch. Es folgten zahlreiche Romane, Erzählungen, Hörspiele sowie Kinder- und Jugendbücher. Frischmuth zählt zu den wichtigsten Schriftstellerinnen Österreichs nach 1945, ihre Werke sind in viele Sprachen übersetzt.
Statements zum „Barbara-Frischmuth- Park“
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner: „Barbara Frischmuth war eine Schlüsselfigur der österreichischen Literatur, die mit Graz eng verbunden war. Mit dem neuen Barbara-Frischmuth-Park beim Literaturhaus verbinden sich die beiden großen Leidenschaften der Autorin: das Schreiben und das Gärtnern.
Kulturstadtrat Günter Riegler: „Ich freue mich sehr, dass immer mehr Frauen durch Straßen-, Platz- oder, wie in diesem Fall, Parkbenennungen in Graz verewigt werden. Um Barbara Frischmuth auf diese Art zu ehren, kann es keinen besseren Ort geben als diesen, direkt neben dem Literaturhaus. Frischmuth war nicht nur eine herausragende Schriftstellerin, sie hat sich als Gründungsmitglied des Forum Stadtpark auch große Verdienste um das Kulturleben in unserer Stadt erworben.“
Universitätsprofessor Klaus Kastberger, Literaturhaus Graz: „Barbara Frischmuth war eine überaus freundliche, dabei aber stets unnachgiebige Kämpferin für Räume des Zartgefühls, der Freiheit und der Gerechtigkeit. Ihr literarisches Werk wird bleiben und seine aufklärerischen Kräfte noch lange Zeit nicht allein in die steirische Gesellschaft tragen.“