E-Mopeds bald von Radwegen verbannt – Reaktionen aus Graz
Graz zeigt sich einig: Die angekündigte StVO-Novelle, die E-Mopeds künftig von Radwegen auf die Straße bringt, wird von Politikern begrüßt.
Nach der Ankündigung von Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ), E-Mopeds künftig von Radwegen zu verbannen, kommen aus Graz erste Reaktionen. Die geplanten Änderungen sind Teil der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO), die am 1. Mai 2026 in Kraft treten soll. Die Regelung für E-Mopeds ist mit 1. Oktober 2026 vorgesehen. Wir haben berichtet: Neue Regeln auf Österreichs Straßen: Das ändert sich bald für dich.
Hohensinner: „Ein wichtiger und richtiger Schritt“
Grazer VP-Obmann und Stadtrat Kurt Hohensinner bezeichnet die geplante Maßnahme als überfällig: „Die von Verkehrsminister Peter Hanke angekündigte Verbannung von E-Mopeds von Radwegen ist ein wichtiger und richtiger Schritt, den ich schon seit Langem gefordert habe“, so Hohensinner. Kritik äußert er allerdings am Zeitpunkt: „Den späten Start, erst zum 1. Oktober 2026, sehe ich kritisch, denn er kommt viel zu spät. Gerade in Graz ist das Problem sehr akut: Viele Grazerinnen und Grazer leiden unter der aktuellen Situation.“ Für ihn steht die Sicherheit im Vordergrund: „Für die Sicherheit auf Geh- und Radwegen zählt jeder Tag. E-Chopper und E-Mopeds haben hier schlichtweg nichts verloren.“ Hohensinner fordert zudem: „Vizebürgermeisterin Judith Schwentner soll jetzt Maßnahmen ergreifen, um die Situation zumindest bei Hotspots wie der Schmiedgasse schnell und noch vor dem Inkrafttreten der Neuregelung zu entschärfen.“
Schwentner: „Ein wichtiger Schritt, aber es braucht Nachschärfungen“
Auch Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) begrüßt die Novelle grundsätzlich.
„Dass E-Mopeds ab Oktober 2026 nicht mehr auf Radwegen unterwegs sein dürfen, ist ein wichtiger Schritt. Dies erhöht die Sicherheit für alle, die sich im Straßenraum bewegen“, so Schwentner. Mit Blick auf die geplanten Regelungen zu kamerabasierten Zufahrtskontrollen fordert sie jedoch Nachbesserungen: „Hier muss noch nachgeschärft werden, insbesondere beim Schutz von Fußgängerzonen. Die Regelung, dass Einfahrts- und Fahrverbote kontrolliert werden können, könnte uns Poller als Maßnahme ab Mai 2026 ersparen.“