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Baumsanierung in der Kaiserfeldgasse: „Rettung der Lindenallee beginnt“
Der Zustand vieler dieser Bäume sei alarmierend: Rund 61 % weisen eine mittlere oder schlechtere Vitalität auf.

Baumsanierung in der Kaiserfeldgasse: „Rettung der Lindenallee beginnt“

Derzeit stehen in der Kaiserfeldgasse 51 Bestandsbäume, die das Stadtbild prägen. Doch der Zustand vieler dieser Bäume sei "alarmierend". Um die Allee zu sichern, sind
umfassende Sanierungsmaßnahmen notwendig, heißt es.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(412 Wörter)
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Vergangenen Freitag fand eine gemeinsame Begehung mit Experten in der Grazer Kaiserfeldgasse statt. Im Mittelpunkt stand der Zustand der dortigen Bäume sowie die geplanten Maßnahmen, um die beliebte Lindenallee langfristig zu erhalten – eine Investition in die Zukunft. Derzeit stehen in der Kaiserfeldgasse 51 Bestandsbäume, die das Stadtbild prägen und wesentlich zur Aufenthaltsqualität beitragen. Doch der Zustand vieler dieser Bäume sei alarmierend: Rund 61 % weisen eine mittlere oder schlechtere Vitalität auf, was laut Erhebungen der Holding Graz und des Planungsbüros Monsberger auf beengte Wurzelräume, geringe Wasserversorgung und die steigende Hitzebelastung in der Innenstadt zurückzuführen ist. Um die wertvolle Allee zu sichern, sind umfassende Sanierungsmaßnahmen notwendig, heißt es in einer Aussendung aus dem Büro der Bürgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner.

Baumsanierung in der Kaiserfeldgasse: „Rettung der Lindenallee beginnt“
©Stadt Graz/Foto Fischer
Bastian Rainer, Baumexperte von der Grünraumabteilung und Vizebürgermeisterin Judith Schwentner.

„Die Kaiserfeldgasse ist ein besonderer Ort in unserer Innenstadt – lebendig, grün und geprägt von ihren charakteristischen Bäumen. Leider hat die Kombination aus Hitze, beengten Wurzelräumen und versiegelten Flächen den Bäumen in den letzten Jahren stark zugesetzt. Mit der Sanierung schaffen wir wieder gute Bedingungen, damit die Allee erhalten und die Gasse auch künftig ein Ort zum Flanieren, Begegnen und Verweilen bleibt“, betont Vizebürgermeisterin und zuständige Referentin Judith Schwentner. Bastian Rainer, Baumexperte von der Grünraumabteilung, ergänzt: „Die Kaiserfeldgasse verfügt über einen wertvollen Baumbestand, der ganz wesentlich zur hohen Aufenthaltsqualität beiträgt. Leider befinden sich viele Bäume in einem schlechten Zustand, was vor allem an den schwierigen Standortbedingungen liegt. Mit den Sanierungsmaßnahmen geben wir ihnen wieder mehr Raum, Luft und Wasser – und damit eine echte Chance auf Erholung und Weiterbestehen.“

Die Maßnahmen im Überblick

  • Entsiegelung und Vergrößerung der Baumscheiben
  • Verbesserung der Durchlüftung und Bodenlockerung
  • gezielte Wasserzufuhr und Düngung
  • Schaffung von elf neuen Baumstandorten, um die historische Alleenstruktur zu vervollständigen
  • Sieben neue Bäume in der Raubergasse
  • Verwendung eines sickerfähigen Belags, um die Versickerung von Regenwasser zu verbessern

„Dringender Handlungsbedarf“: Projekt Grüne Meile Kaiserfeldgasse

Bereits 49 der 51 Baumstandorte zeigen dringenden Handlungsbedarf, informieren Experten. Ziel ist, die bestehenden Bäume durch verbesserte Bedingungen langfristig zu erhalten – anstatt sie zu ersetzen. Die Maßnahmen zur Baumsanierung erfolgen im Zuge des Projekts „Grüne Meile Kaiserfeldgasse“, das im Herbst 2026 startet. Neben der ökologischen Aufwertung stehen auch Barrierefreiheit, die Erneuerung der Leitungen sowie ein freundlicheres und sichereres Straßenbild im Fokus. Die Bauarbeiten werden phasenweise durchgeführt, um die Belastung für Gastronomie und lokale Betriebe möglichst gering zu halten. Im Rahmen der Planung sollen laufend Gespräche mit Anrainern, Unternehmern und der nahegelegenen Schule stattfinden. Zudem wurde der Bauzeitplan bewusst so abgestimmt, dass große Veranstaltungen wie das „Aufsteirern“ und der Adventmarkt ungestört stattfinden können, heißt es abschließend.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 03.11.2025 um 11:59 Uhr aktualisiert
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