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Bild auf 5min.at zeigt das Grazer Rathaus
Pflegende Angehörige in Graz erhalten auch 2026 weiterhin Unterstützung durch das erfolgreiche Pilotprojekt der Stadt.

Pilotprojekt für pflegende Angehörige wird in Graz 2026 fortgesetzt

Die Stadt Graz führt das Projekt "Anstellung pflegender Angehöriger" auch im Jahr 2026 weiter. Damit bleibt die soziale Absicherung für jene Personen bestehen, die Angehörige zuhause pflegen.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(462 Wörter)
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Das Pilotprojekt „Anstellung pflegender Angehöriger“ wird auch 2026 fortgesetzt. Die Stadt Graz reagiert damit auf die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre. Das Projekt ermöglicht pflegenden Angehörigen eine sozial- und pensionsversicherte Anstellung. Begleitet wird das Angebot weiterhin von der Pflegedrehscheibe des Sozialamts. Gesundheits- und Pflegestadtrat Robert Krotzer (KPÖ) erklärte: „Mit dem Projekt ist es uns gelungen, pflegende Angehörige aus der Unsichtbarkeit zu holen und ihnen jene Absicherung zu geben, die sie verdienen. Sie leisten tagtäglich unverzichtbare Arbeit.“ Trotz angespannter finanzieller Lage sei die Fortsetzung möglich. „Dass wir das Projekt auch 2026 weiterführen können, ist ein bewusstes Signal der Stadt Graz für soziale Verantwortung und Menschlichkeit“, so Krotzer.

Das Bild auf 5min.at zeigt Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer
©Stadt Graz/Foto Fischer
Gesundheits- und Pflegestadtrat Robert Krotzer (KPÖ) betont die Bedeutung sozialer Absicherung für pflegende Angehörige.

Gespräche über mögliche Ausweitung

Laut Stadt sollen im kommenden Jahr weiterhin 15 pflegende Angehörige angestellt werden. Parallel dazu laufen Gespräche mit dem Land Steiermark über eine mögliche Ausweitung des Modells auf Landesebene. Doris Kampus, Vorsitzende der SPÖ Graz, sagte dazu: „Pflegende Angehörige übernehmen täglich große Verantwortung und leisten Enormes. Es freut mich sehr, dass auch im kommenden Jahr 15 Menschen in Graz direkt angestellt werden, um ihre Angehörigen zu pflegen und dabei sozialrechtlich abgesichert zu sein.“ Sie betonte zugleich: „Der Bedarf ist weit größer. Deshalb ist es so wichtig, dieses Angebot Schritt für Schritt in Graz auszubauen und darüber hinaus auf Landesebene auszuweiten.“

Bild auf 5min.at zeigt eine Frau.
©SPÖ Graz
Doris Kampus (SPÖ Graz) spricht sich für eine Ausweitung des Projekts auf Landesebene aus.

Rückhalt auch aus anderen Fraktionen

Auch von Seiten der Grünen kommt Unterstützung für die Fortsetzung des Projekts. Gemeinderat Tristan Ammerer (Grüne) meinte: „Pflegende Angehörige leisten in Österreich Unglaubliches, oft ohne soziale Absicherung. Unser Grazer Pilotprojekt würdigt nicht nur den Einsatz dieser Menschen, sondern gibt ihnen Sicherheit im Leben. Klar ist aber auch: Graz kann alleine nur ein Pilotprojekt stemmen, für mehr braucht es das Land Steiermark.“ Das Projekt wurde 2024 ins Leben gerufen. Es bietet neben der finanziellen Absicherung auch Schulungen, Pflegevisiten und regelmäßige Vernetzungstreffen.

Foto auf 5min.at zeigt Tristan Ammerer
©Stadt Graz/Fischer
Tristan Ammerer (Grüne Graz) sieht in dem Grazer Modell ein wichtiges Beispiel für mehr soziale Sicherheit in der Pflege.

„Mein Leben hat sich komplett zum Guten verändert“

Laut dem aktuellen Projektbericht berichten viele Teilnehmer von einer spürbaren Entlastung. Eine Befragte sagte: „Erleichterung, dass es so ein Projekt gibt, welches pflegende Angehörige unterstützt. Mir ist zu Beginn auch eingefallen, dass durch das Projekt gesehen wird, wie viele Menschen betroffen sind. Die finanziellen Sorgen können dadurch auch vermindert werden.“ Eine andere Teilnehmerin beschrieb ihre Erfahrung so: „Mein Leben hat sich komplett zum Guten verändert. Ich hatte vorher nichts und jetzt kann ich alles machen und das auch mit meiner Mutter, wenn ich mit ihr rausgehe. Ich dachte, mein Fall wäre schon schwierig, aber bei den Kursen habe ich erst gesehen, dass es noch viel schlimmere Fälle gibt, und das hat mir die Augen geöffnet.“

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