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Bild auf 5min.at zeigt das Graz Derby im Oktober 2024.
Der Wille ist da, nun müssen die wirtschaftlichen Faktoren geklärt werden.

Grazer Stadionausbau vertagt: Planungsbeschluss kommt erst 2026

Der geplante Ausbau des Stadions Liebenau zieht sich weiter. Nachdem der Planungsbeschluss ursprünglich bereits im Oktober, dann im November erfolgen sollte, wurde er nun auf das erste Quartal 2026 verschoben.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(286 Wörter)

Bereits im Sommer hatte die Stadt eine Machbarkeitsstudie vorgestellt: Rund 150 Millionen Euro sollen in die Modernisierung des Stadions fließen, 5 Minuten hat berichtet. Ziel ist ein länderspiel- und Champions-League-taugliches Stadion mit bis zu 25.000 Plätzen, einer neuen Dachkonstruktion mit Photovoltaikanlage, erweitertem Hospitality-Bereich und besserer Lärmschutz-Ummantelung. Auch Mobilität und Verkehr spielen eine zentrale Rolle, ein eigenes Konzept soll den Zustrom an Matchtagen regeln.

Technisch bereit, wirtschaftlich noch nicht

Im Oktober hieß es aus dem Rathaus, die technische Gesamtplanung sei weitgehend abgeschlossen. Nun zeigt sich: Wirtschaftlich steht das Projekt auf wackeligeren Beinen. Laut Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ) gegenüber der Kleinen Zeitung sei die Verzögerung notwendig, weil die geplante Betreibergesellschaft und das Businessmodell für den laufenden Betrieb noch nicht fixiert seien. Eber betont auch, dass sich das Projekt langfristig selbst tragen müsse, nach Zinszahlungen und Betriebskosten müsse zumindest eine „schwarze Null“ stehen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird derzeit an einem nachhaltigen Betreiberkonzept gearbeitet, bei dem sich sowohl SK Sturm Graz als auch der GAK beteiligen wollen.

Nutzung und Fortschritte

Klar ist: Mit Fußballspielen allein lässt sich der Betrieb nicht finanzieren. Auch wenn Sturm derzeit sportlich erfolgreich ist, sollen künftig weitere Veranstaltungsformate wie Kongresse, Firmenfeiern oder Bälle das Stadion wirtschaftlich absichern. Große Konzerte bleiben laut Stadt aufgrund von Lärmbelastung und Rasenproblemen ein sensibles Thema. Fortschritte gibt es immerhin bei der Erweiterung des Areals: Die Stadt Graz erwirbt zwei weitere Grundstücke in der Liebenauer Hauptstraße 13 und der Paul-Ernst-Gasse 6 um insgesamt 740.000 Euro. Damit schafft man mehr Raum für Infrastruktur, etwa für Übertragungswagen bei internationalen Spielen, die zuletzt ein K.o.-Kriterium der UEFA für Champions-League-Tauglichkeit waren.

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