Westbalkan-Gespräche: Hochrangige Besuche im Grazer Landhaus
Graz wurde in den vergangenen Tagen zum Treffpunkt hochrangiger Gäste aus Kroatien, Montenegro und Albanien.
Rund um das Treffen der Alpen-Adria-Allianz herrschte im Grazer Landhaus reger Betrieb. Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) führte innerhalb weniger Tage gleich mehrere Gespräche mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Westbalkan. Sie traf Kroatiens Botschafter Daniel Glunčić und den Gespan der Gespanschaft Međimurje, Matija Posavec, später folgten Besuche aus Montenegro und Albanien. Khom sprach von einem wertvollen Miteinander und einem Austausch, der getragen war von Offenheit und Interesse.
Kroatien setzt ein starkes Zeichen
Der Besuch von Daniel Glunčić und Matija Posavec zeigte, wie eng die Verbindung zwischen der Steiermark und Kroatien bereits ist. Beide Seiten betonten bei ihrem Treffen die Bedeutung regionaler Partnerschaften. Posavec und Glunčić informierten Khom über Entwicklungen in Međimurje und knüpften an bestehende Kooperationen an.
Montenegro sucht Nähe zur Steiermark
Auch Montenegros Botschafterin Stanica Anđić kam zu einem Arbeitsgespräch nach Graz. Der Austausch drehte sich um Chancen, die sich durch direkte Kontakte zwischen den Regionen ergeben. Khom hob die Bedeutung dieser Begegnungen hervor, weil sie Beziehungen vertiefen, die über diplomatische Höflichkeiten hinausgehen.
Albanien im Gespräch
Zum Abschluss der Besuchsreihe empfing Khom Albaniens Botschafter Fatmir Velaj. Dabei ging es ebenfalls um gemeinsame Anliegen. Velaj zeigte großes Interesse an den steirischen Schwerpunkten, gerade im Bereich regionaler Zusammenarbeit. Die Atmosphäre war geprägt von Offenheit und klaren Zukunftsabsichten.
Steiermark baut Westbalkanschwerpunkt aus
Die Landesregierung hat 2021 einen Westbalkanschwerpunkt beschlossen. Seither verfolgt die Steiermark das Ziel, Projekte gemeinsam mit den Ländern dieser Region voranzutreiben. Es geht um interregionale Zusammenarbeit, um Austausch und um konkrete Vorhaben. Khom fasste die Bedeutung der jüngsten Gespräche so zusammen: „Ich bedanke mich recht herzlich bei den Vertreterinnen und Vertretern Albaniens, Montenegros und Kroatiens für den Besuch und den angeregten Austausch. Österreich und die Steiermark haben enge historische, kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen zu den Staaten des Westbalkans. Daher ist es für uns äußerst wichtig, Verbindungen mit unseren Nachbarstaaten zu intensivieren und im Rahmen des Westbalkanschwerpunkts der Landesregierung auszubauen.“