Ein Anruf nach acht Jahren machte Hannah zur Lebensretterin
In Graz hat Hannah (26) gezeigt, wie viel eine einzige Typisierung bewirken kann. Ihre Stammzellen gingen heuer nach Nordamerika und gaben einem schwerkranken Mann neue Hoffnung.
Hannah hat sich 2017 bei Geben für Leben typisieren lassen, weil sie jemandem helfen wollte, ohne zu wissen, wie wichtig dieser Schritt einmal sein würde. Sie war damals 18 und wollte einfach etwas beitragen. Acht Jahre später kam der Anruf, der alles veränderte. Ein Mensch in Nordamerika brauchte genau ihre Stammzellen. Als klar war, dass sie infrage kommt, lief alles rasch an. Es gab Gespräche, einen Gesundheitscheck und die Vorbereitung auf die Spende. Hannah erinnert sich an diese Tage mit klarem Blick. „Meine Registrierung war schon fast in Vergessenheit geraten – umso mehr habe ich mich gefreut, nun tatsächlich helfen zu können.“ Am 14. und 15. Juli spendete sie am Uniklinikum Graz ihre Stammzellen und wusste, dass sie damit jemandem eine echte Chance schenkt.
„Erfahrung war durchwegs positiv“
Hannah fasst die Spende mit diesen Worten zusammen: „Die Erfahrung war – neben dem schönen Gefühl, etwas Gutes zu tun – durchwegs positiv.“ Das Betreuungsteam sei ständig aufmerksam gewesen. Ob beim Umlagern der Arme, beim Wärmen oder wenn sie etwas zu trinken brauchte, niemand ließ sie warten. Für sie war es eine Mischung aus Fürsorge und Routine, die Vertrauen schaffte. Auch ihre Begleitung spielte eine wichtige Rolle. „Dank meiner tollen Begleitung verging die Zeit wie im Flug. Ich freue mich, mit so wenig Aufwand jemandem so bedeutend helfen zu können.“