Skip to content
/ ©h_lunke-stock.adobe.com
Symbolfoto von 5min.at: Zwei Ordner für ein Insolvenzverfahren liegen auf dem Tisch.
Nach Swing Kitchen folgt die nächste Gastro-Pleite in der Grazer Innenstadt.

Weitere Gastro-Pleite: Beliebtes Grazer Szenelokal meldet Insolvenz

Das Grazer Lokal „fridda & maxx“ steckt in finanziellen Schwierigkeiten: Die Betreiberfirma R10 Gastronomie GmbH hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Trotz hoher Überschuldung soll der Betrieb weiterlaufen.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(262 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Die R10 Gastronomie GmbH, Betreiberin des Restaurants und der Bar „fridda & maxx“ am Radetzkyspitz, hat am 1. Dezember 2025 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz eingereicht. Laut KSV1870 weist das Unternehmen eine deutliche finanzielle Schieflage auf: Aktiva von rund 172.200 Euro stehen Passiva von rund 523.900 Euro gegenüber. Dies bedeutet eine Überschuldung von knapp 350.000 Euro. Betroffen sind zehn Dienstnehmer sowie rund 21 Gläubiger.

Gründe für die Insolvenz

Wie die Geschäftsführung erklärt, war der Betrieb von Anfang an herausfordernd. Mehrere Faktoren hätten das Restaurant wirtschaftlich unter Druck gesetzt: Verändertes Konsumverhalten seit der Corona-Pandemie, Wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Lage, Inflation, die Kaufkraft und Konsumfreude stark geschwächt hat, dann die massiv gestiegene Energiepreise und die deutlich höheren Personalkosten, die nicht mehr in der Kalkulation abgebildet werden konnten. Laut Schuldnerangaben seien interne Sparmaßnahmen und Gespräche mit möglichen Investoren gescheitert. Ein positiver Abschluss sei trotz aller Bemühungen nicht möglich gewesen.

Restaurant bleibt geöffnet, Sanierungsplan in Vorbereitung

Das Lokal war im November 2022 eröffnet worden und erfreute sich kulinarisch großer Beliebtheit. Wirtschaftlich konnte es sich jedoch nicht behaupten. Trotz der Insolvenz soll „fridda & maxx“ aber geöffnet bleiben. Geplant ist ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme. Das dafür notwendige Kapital soll aus dem laufenden Betrieb erwirtschaftet werden. Ob das Sanierungsverfahren gelingt, hängt nun vom Erfolg der geplanten Maßnahmen, der Zustimmung der Gläubiger und den laufenden Umsätzen des Lokals ab.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes