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Drei-Punkte-Plan für günstige Energie: Die Grünen drängen in Graz auf günstigere Energiepreise

Strompreis-Debatte: Grüne drängen in Graz auf günstigere Energiepreise

Mit scharfer Kritik an Bund und Land fordern die Grünen wirksame Schritte gegen steigende Strompreise und präsentieren eine neue Initiative für einen Netzgipfel.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(343 Wörter)
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In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Grünen-Chefin Leonore Gewessler und die steirische Klubobfrau Sandra Krautwaschl am Montag die Regierungen in Bund und Land aufgefordert, Strompreise wirksam zu senken. Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz bezeichnen die beiden als Mogelpackung: „Drauf steht billiger Strom, drinnen sind neue Abgaben. Wenn es keine Nachbesserungen gibt, werden die Energierechnungen steigen. Da machen wir nicht mit“, betonen beide. „Wir Grüne haben mit unserem 3-Punkte-Plan einen wirksamen Vorschlag gemacht. Sorgen wir dafür, dass die Landesenergieversorger ihren Beitrag leisten, statt Übergewinne einzustreichen. Schaffen wir einen Fonds, damit der Netzausbau nicht an den Haushalten hängen bleibt. Und beschließen wir drei gute Energiegesetze. Das schützt Wirtschaft und Haushalte. Das Zögern der Regierung gefährdet unsere Wettbewerbsfähigkeit“, findet Gewessler klare Worte.

„Kein anderes Bundesland hat so viele unterschiedliche Netzbetreiber – und kein anderes zahlt dafür so viel“

Krautwaschl weist darauf hin, dass allein die Energie Steiermark im Jahr 2024 rund 120 Millionen Euro Übergewinn gemacht hat: „Dieses Geld fehlt unseren Betrieben und den Haushalten im ganzen Land. Und anstatt einzugreifen und für günstigere Preise zu sorgen, sieht Kunasek tatenlos zu, obwohl die Energie Steiermark vollständig dem Land gehört“, kritisiert Krautwaschl. Besonders deutlich zeigt sich die Schieflage laut der Grünen in der Steiermark bei den Netzkosten: „Kein anderes Bundesland hat so viele unterschiedliche Netzbetreiber – und kein anderes zahlt dafür so viel. Die Folge sind stark schwankende Netztarife, die Familien in Graz genauso treffen wie Betriebe im Mürztal oder im Raum Leoben.“

Grüne fordern Netzgipfel

Aus diesem Grund starten die steirischen Grünen im Landtag eine neue Initiative: Ein Netzgipfel soll alle relevanten Akteure an einen Tisch bringen – von Netzbetreibern und E-Control über Wirtschaft und Gemeinden bis zum Konsumentenschutz. „Die Steiermark zahlt seit Jahren die höchsten Netzkosten – und trotzdem fehlt jede Strategie, wie diese Belastung sinken soll. Unser Antrag ist ein Angebot an die Landesregierung. Ein Netzgipfel ist überfällig: Ohne gemeinsame Lösungen werden Strompreise und Wettbewerbsdruck weiter steigen“, so Krautwaschl.

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