Neue Messehalle? Grazer ÖVP fordert zuerst klares Zukunftskonzept
In Graz sorgt der Plan für eine neue Messehalle erneut für Diskussionen. Markus Huber (ÖVP) mahnt, dass zuerst ein klares Zukunftskonzept her muss, bevor weitere Millionen fließen.
Die Frage, wie es mit der Grazer Messe weitergeht, wird immer drängender. Ausgelöst hat die Debatte der Plan der Stadtregierung, eine zusätzliche Messehalle zu errichten. Doch für ÖVP-Huber ist das der falsche Zugang. Er stellt klar: „Die aktuellen Pläne der Kahr-Regierung für eine neue Messehalle werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten.“ Bevor man überhaupt über einen Neubau reden könne, brauche es eine klare Idee, wohin die Messe künftig steuern soll.
Neues Gebäude, aber wofür?
Genau hier fehlt es laut Huber an Orientierung. Soll Graz stärker auf internationale Kongresse setzen? Oder sollen hochwertige Fachmessen in den Mittelpunkt rücken? Bleibt die Messe ein regionaler Ort für Veranstaltungen? Diese Fragen seien entscheidend, aber unbeantwortet. „Ohne klare strategische Ausrichtung ist jeder Neubau ein Blindflug“, hält Huber fest. Für ihn steht fest: Bevor etwas gebaut wird, muss der Zweck eindeutig festgelegt sein.
Wirtschaftliche Realität drückt
Neben der inhaltlichen Ausrichtung sieht Huber vor allem die finanzielle Lage als Warnsignal. Die Messe Graz stecke in einer der schwierigsten wirtschaftlichen Phasen seit Jahrzehnten. Hohe Verluste, steigende Kosten im laufenden Betrieb und kaum vorhandene Rücklagen machen die Situation angespannt. „Derzeit muss jeder Euro zweimal umgedreht werden“, sagt Huber. In so einer Phase neue Millionen zu verplanen, sei „nicht verantwortungsvoll“.
Erst Strategie, dann Bau
Für den VP-Politiker steht daher fest: Solange kein Gesamtkonzept auf dem Tisch liegt, darf es keine weiteren Schritte Richtung Neubau geben. Er fordert eine klare Linie, wie die Messe wieder nachhaltig erfolgreich werden kann und eine solide Finanzstrategie, die diesen Weg absichert. „Bevor weitere Millionen in eine zusätzliche Infrastruktur gesteckt werden, braucht es Klarheit über das Gesamtkonzept“, so Huber.
Kritik an politischem Umgang
Am Ende übt Huber Kritik am derzeitigen Vorgehen im Rathaus. „Alles andere wäre eine Fortsetzung jener Politik, die Probleme ignoriert, statt sie zu lösen.“ Für ihn ist klar: Wer die Messe Graz stärken will, muss zuerst ihre Zukunft definieren und nicht einfach eine neue Halle planen.