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/ ©APA/ERWIN SCHERIAU
Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn treten in der Steiermark und in Kärnten umfassende Fahrplanänderungen im Bahnverkehr in Kraft.

Mit dem Start der Koralmbahn wird auch der Fahrplan umgekrempelt

Mit dem Start der Koralmbahn am Sonntag ändern sich Fahrpläne in Kärnten und der Steiermark massiv. Das Land warnt vor gefährlicher Routine an Bahnübergängen. Gleichzeitig endet eine jahrzehntelange Busverbindung.

von APA/Redaktion
2 Minuten Lesezeit(426 Wörter)

Die Koralmbahn wird am Sonntag, dem 14. Dezember offiziell – nach den erfolgreichen Sonderfahrten am Freitag – ihren Betrieb aufnehmen, 5 Minuten hat berichtet. Das zieht auch umfangreiche Fahrplanwechsel bei Zügen in Kärnten und in der Steiermark nach sich. Das Land Steiermark warnte in diesem Zusammenhang vor alten Gewohnheiten beim Queren von Eisenbahnkreuzungen – etwa wenn man gewisse Züge zu jahrelang gleicher Zeit gewohnt sei. Und mit der Koralmbahn geht auch ein jahrzehntelanges Kapitel des Busverkehrs zu Ende.

Neue Verbindungen: Fast alle Züge fahren jetzt anders

Mit dem Fahrplanwechsel und der Inbetriebnahme der Koralmbahn am Sonntag kommen neue Verbindungen im Fern- und im Nahverkehr. 90 Prozent aller Züge in der Steiermark haben nun einen neuen Fahrplan. In der Weststeiermark zum Beispiel steigert die GKB das S-Bahn-Angebot um 40 Prozent, zwischen Liezen und Stainach-Irdning in der Obersteiermark verkehren im Nahverkehr doppelt so viele Züge. Aber auch bei den jeweiligen Bahnen gibt es Änderungen. Die Übelbacher S-Bahn zum Beispiel fährt nun auch Samstagnachmittag oder die Radkersburger Bahn auch bis in die Nacht.

Verunglückte zumeist aus Nähe der Kreuzungen

Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ) appellierte für noch mehr Aufmerksamkeit beim Queren von Bahnübergängen: „Ein Merkmal von Eisenbahnkreuzungsunfällen ist, dass rund 85 Prozent der Verunglückten in unmittelbarer Nähe, nämlich innerhalb eines Radius von zehn Kilometern der Eisenbahnkreuzungen wohnen. Es handelt sich also meist um Einheimische, die aus Gewohnheit ,ihre‘ Eisenbahnkreuzung nutzen. Auffällig und tragisch ist auch, dass derartige Unfälle verhältnismäßig oft tödlich enden.“ So gab es 2024 neun Bahnunfälle mit neun Verletzten und zwei Getöteten. Innerhalb der vergangenen 20 Jahre kam es an steirischen Eisenbahnkreuzungen zu 102 Unfällen mit Personenschaden, mit 119 Verletzten und 34 Getöteten. Man versuche seit Herbst 2024 mit der „Sicha Umi!“-Kampagne zusammen mit ÖBB, Steiermarkbahn und Polizei das Bewusstsein für die Gefahren an Bahnübergängen zu schärfen.

Aus für Intercity-Bus Graz-Klagenfurt

Für eine jahrzehntelange Busroute hieß es mit Samstag Abschied nehmen. Die ÖBB stellt den Intercity-Bus mit Doppelstockwagen von Graz über die Pack auf der A2 nach Wolfsberg und Klagenfurt ein. Die Busfahrt hat etwa zwei Stunden gedauert und war die schnellere Alternative zur Zugfahrt von Graz über Bruck/Mur, Knittelfeld, Friesach in Kärnten, Treibach-Althofen und St. Veit/Glan nach Klagenfurt gewesen. Letztere hatte rund drei Stunden in Anspruch genommen, inklusive Umsteigen in Bruck. Mit der schnellen Direktverbindung von rund 41 Minuten zwischen Graz und Klagenfurt mit dem Koralmjet wurde die Busverbindung nun obsolet. (APA/red. 14.12.2025)

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