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Bild auf 5min.at zeigt eine Firma von außen.
Die Gewerkschaft GPA warnt vor Folgen eines möglichen Infineon-Deals für den ams-Osram-Standort Premstätten und fordert klare Job- und Standortgarantien für die Beschäftigten.

Infineon-Deal: Zittern jetzt 1.300 Jobs in der Steiermark?

Der mögliche Infineon-Deal lässt bei ams-Osram in Premstätten die Nerven flattern. 1.300 Jobs stehen im Raum. Die Gewerkschaft GPA schlägt Alarm und fordert jetzt klare, rechtlich bindende Job- und Standortgarantien.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(303 Wörter)
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Berichte über einen bevorstehenden Verkauf zentraler Geschäftsaktivitäten von ams-Osram an Infineon schlagen hohe Wellen. Vor allem am Standort Premstätten wächst die Unsicherheit. Rund 1.300 Beschäftigte arbeiten dort und für sie fordert die Gewerkschaft GPA nun rasch Klarheit. Ohne verbindliche Zusagen dürfe es keinen Deal geben, heißt es deutlich aus Wien.

Gewerkschaft fordert Garantien

GPA-Vorsitzende Barbara Teiber verlangt eine rechtlich abgesicherte Beschäftigungs- und Standortgarantie. „Wenn Technologie, Prozesse und Patente den Eigentümer wechseln sollen, dann braucht es eine Beschäftigungsgarantie, eine Standortsicherung für Premstätten und ein klares Investitionsprogramm“, sagt Teiber. Öffentliche Förderungen dürften nicht dazu führen, dass ein heimischer Leitbetrieb geschwächt wird.

Foto auf 5min.at zeigt Barbara Teiber.
©GPA
GPA-Vorsitzende Barbara Teiber warnt vor einem möglichen Infineon-Deal und fordert verbindliche Job- und Standortgarantien für die 1.300 Beschäftigten bei ams-Osram in Premstätten.

Know-how darf nicht verloren gehen

Laut GPA zeigt die Erfahrung der vergangenen Jahre, wie gefährlich kurzfristige Sparprogramme sein können. „Wir sehen seit Jahren, wie kurzfristige Entscheidungen und Sparprogramme wertvolles Know-how gefährden“, warnt Teiber. Werden Technologien ausgelagert und die Produktion anderswo aufgebaut, drohe der Verlust von Fachkräften und Kompetenzen in Österreich.

Klare Forderungen an Politik und Unternehmen

Die Gewerkschaft verlangt volle Transparenz gegenüber Betriebsrat und Belegschaft über die Folgen eines Teilverkaufs. Außerdem sollen Förderungen von Bund, Land und EU – etwa aus dem EU Chips Act – an strenge Standort- und Beschäftigungsauflagen gebunden bleiben. „Ohne eindeutige, rechtlich bindende Zusagen ist dieser Deal brandgefährlich für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit des Standorts“, so Teiber.

Industriepolitik als Standortfrage

Besonders am Tag der Verkündung der Industriestrategie betont die GPA die Bedeutung des Falls. „Industriepolitik ist mehr als Buchhaltung“, sagt Teiber. Gerade in der Halbleiter- und Sensorikbranche entscheide der Produktionsstandort über Wertschöpfung und technologische Souveränität. Für Premstätten heißt das: Die Zukunft soll nicht auf dem Spiel stehen.

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