Unfall vorgetäuscht: Zeugin entlarvt 17-jährigen Lenker in Graz
Ein vorgetäuschter Verkehrsunfall in Graz ist durch die Aussage einer Zeugin aufgeflogen. Ein 17-Jähriger ohne Führerschein soll nach einem Crash versucht haben, einen Bekannten als Lenker auszugeben und bot ihm sogar Geld.
Gegen 18.45 Uhr wurden Polizisten zu einem Verkehrsunfall in der Triester Straße Graz, auf Höhe des Kinos Cineplexx, gerufen. Ein 28-Jähriger gab vor Ort an, er sei der Lenker des verunfallten Fahrzeugs gewesen. Er behauptete, ein unbekanntes Auto habe ihn durch einen abrupten Fahrstreifenwechsel abgedrängt. Daraufhin habe er ausweichen müssen, sei gegen die Gehsteigkante geprallt und anschließend in zwei parkende Fahrzeuge geschleudert. Sein vermeintlicher Beifahrer, ein 17-Jähriger, sei dabei leicht verletzt worden.
Bestechungsversuch und Anzeigen
Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, war der 17-Jährige der Lenker des Fahrzeuges und besaß zudem keine gültige Lenkberechtigung. Unmittelbar nach dem Unfall dürfte er den 28-Jährigen telefonisch kontaktiert und überredet haben, zur Unfallstelle zu kommen und sich als Lenker auszugeben. Zudem dürfte der Jugendliche versucht haben, eine Zeugin noch am Unfallort mit einer größeren Geldsumme zu bestechen, damit diese gegenüber der Polizei eine falsche Aussage tätige. Die Frau ließ sich jedoch nicht darauf ein und schilderte den wahren Sachverhalt.
Anzeige folgte kurze Zeit später
Beide Tatverdächtigen zeigten sich schlussendlich geständig, wissentlich falsche Angaben gemacht zu haben. Sie werden nun wegen falscher Beweisaussage vor der Kriminalpolizei, Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und Betrugs an die Staatsanwaltschaft Graz angezeigt. Zudem muss sich der 17-Jährige wegen des Lenkens ohne Fahrerlaubnis verantworten.