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/ ©Holding Graz
Foto auf 5min.at zeigt den neuen Speicherkanal in Mariatrost.
Große Betonrohre werden in die Hilmteichstraße geliefert - sie bilden die Grundlage für den neuen Speicherkanal, der künftig unter den Gleisen der Linie 1 verläuft.

Neuer Speicherkanal unter der Hilmteichstraße geplant

In der Grazer Hilmteichstraße passiert mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Mit dem zweigleisigen Ausbau der Linie 1 entsteht tief unter den Schienen ein neuer Speicherkanal.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(305 Wörter)
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Im Zuge des zweigleisigen Ausbaues der Linie 1 wird in der Hilmteichstraße ein neuer Speicherkanal errichtet. Der Kanal entsteht direkt unter den künftigen Gleisen und liegt in einer Tiefe von fünf bis zehn Metern. Insgesamt wird er rund 630 Laufmeter lang. Zusätzlich werden bestehende Kanäle in der Stenggstraße, der Unteren Schönbrunngasse und der Hilmgasse angeschlossen. Auch mehrere Drossel- und Überlaufbauwerke werden neu gebaut oder umgebaut.

Hightech-Bauweise im Untergrund

Der Speicherkanal hat einen Innen-Durchmesser von zwei Metern und wird im sogenannten Microtunneling-Verfahren errichtet. Dabei wird der Kanal unterirdisch gebohrt, ohne die Oberfläche großflächig öffnen zu müssen. Diese Bauweise ist notwendig, weil sich der Speicher direkt unter den zukünftigen Straßenbahntrassen befindet. Große Betonrohre, die derzeit angeliefert werden, geben bereits einen Vorgeschmack auf die Dimensionen des Projekts.

Warum der Speicherkanal dringend nötig ist

Im Mariatrostertal gibt es viele Mischwasserkanäle, in denen Schmutz- und Regenwasser gemeinsam abfließen. Bei starkem Regen sind diese Kanäle schnell überlastet. Überschüssiges, stark verdünntes Schmutzwasser gelangt dann über sogenannte Entlastungen in den Mariatrosterbach. Das belastet die Bäche und schadet der Ökologie. Der neue Speicherkanal soll genau das verhindern, indem er große Wassermengen zwischenspeichert und nach dem Regen kontrolliert zur Kläranlage weiterleitet.

Ein Zeitfenster, das es nur einmal gibt

Der Bau des Speicherkanals ist nur jetzt möglich, weil später schlicht kein Platz mehr dafür wäre. Der zweigleisige Ausbau der Linie 1 schafft die notwendige Baustellensituation, um den Kanal überhaupt errichten zu können. Gleichzeitig können mehrere Bauarbeiten gebündelt werden. Die Arbeiten am Speicherkanal starten noch Ende 2025 und dauern knapp ein Jahr. Ab September 2026 werden die neuen Gleise gebaut. Die Kanalarbeiten in den Seitenstraßen folgen danach, die Gesamtfertigstellung ist für Mitte 2028 geplant.

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