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Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Eine Operation
Einer gesunden Frau wurde in Grat wegen Krebsverdachts ein Teil der Lunge entfernt.

Schrieb bereits Abschiedsbriefe: Frau wurde gesunder Teil der Lunge entfernt

Nach dem Medizinskandal in Oberösterreich sorgt nun ein weiterer Fall für Entsetzen: In der Steiermark wurde einer Frau ein Teil der Lunge entfernt - und das, obwohl sie nie an Krebs erkrankt war.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(309 Wörter)
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Im September 2024 suchte die 48-Jährige wegen Fieber, Schüttelfrost und ausgeprägter Schwäche das LKH Graz auf. Die Untersuchungen zeigten erhöhte Entzündungswerte, bildgebende Verfahren des Brustkorbs ergaben jedoch keine Hinweise auf einen Tumor, so heißt es laut Recherchen von ServusTV. Trotzdem entschieden sich die behandelnden Ärzte für eine weiterführende Abklärung und entnahmen eine Gewebeprobe. Der pathologische Befund sorgte für einen dramatischen Wendepunkt: Die Diagnose lautete Adenokarzinom der Lunge. Der Frau wurde zu einem raschen operativen Eingriff geraten, um den vermeintlichen Tumor möglichst schnell zu entfernen. Die Operation erfolgte kurze Zeit später in einer Privatklinik. Erst nach dem Eingriff kam die erschütternde Wahrheit ans Licht, wie das ServusTV-Nachrichtenmagazin BLICKWECHSEL berichtet. Es lag keine Krebserkrankung vor. Die Patientin war gesund. Dennoch war ein Teil ihres Lungengewebes bereits unwiederbringlich entfernt worden.

Frau verfasste schon Abschiedsbriefe an Familie

Die Folgen belasten die Frau bis heute schwer. Sie leidet unter einer großen Operationsnarbe mit anhaltenden Gefühlsstörungen, eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit und massiven Angstzuständen. Die seelische Belastung war bereits vor dem Eingriff enorm: In der festen Annahme, todkrank zu sein, hatte sie Abschiedsbriefe an ihre Familie verfasst. Ihre Anwältin wirft den Verantwortlichen eine schwerwiegende Fehlbefundung vor, die zu einem nicht notwendigen Organverlust geführt habe. Für die Mandantin bedeute das dauerhafte gesundheitliche Schäden. Eine Entschädigung durch die steirische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) wird gefordert. Diese verweist auf ein laufendes Verfahren und will sich derzeit nicht äußern.

Ähnlicher Fall in Oberösterreich

Der Fall weckt Erinnerungen an einen erst kürzlich bekannt gewordenen Vorfall in Oberösterreich. Dort war einer jungen Frau die gesunde Gebärmutter entfernt worden, nachdem eine Gewebeprobe fehlerhaft analysiert worden war. Mehr dazu hier: Nach Entfernung gesunder Gebärmutter: Verfahren eingeleitet.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 04.02.2026 um 16:15 Uhr aktualisiert
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