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/ ©Darcy Lawrey/Pexels
Foto auf 5min.at zeigt den Flughafen in Mexico.
Am Flughafen von Mexiko-Stadt wurde ein 68-jähriger Grazer mit fast fünf Kilo Methamphetamin im Gepäck festgenommen.

Mit 5 Kilo Crystal Meth erwischt: Grazer (68) in Mexiko verurteilt

Ein 68-jähriger Grazer wurde am Flughafen von Mexiko-Stadt mit fast fünf Kilo Methamphetamin erwischt. Nun ist er verurteilt und hofft, seine Haft in Österreich verbüßen zu dürfen.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(298 Wörter)

Am 26. August 2024 klickten am Airport von Mexiko-Stadt die Handschellen. In seinem Gepäck fanden Ermittler exakt 4.975,8 Gramm Methamphetamin. Der heute 68-jährige Mann aus Graz wurde noch vor Ort festgenommen. Laut Anklage soll er geplant haben, die Drogen per Flug nach São Paulo weiterzubringen. Wie schwer der Vorwurf wiegt, zeigt ein Blick in einen Beschluss des Grazer Straflandesgerichts. Laut der „Kleinen Zeitung“ wird in dem Beschluss festgehalten, dass selbst bei Annahme einer lediglich üblichen Straßenqualität die gesetzlich festgelegte Grenzmenge um das 25-Fache überschritten worden sei.

Geständig vor Gericht

Der Steirer, Jurist und pensionierter Manager eines bekannten steirischen Unternehmens, saß in Mexiko in Untersuchungshaft. Am 17. Juli 2025 fiel schließlich das Urteil: vier Jahre und zwei Monate Freiheitsstrafe sowie eine Geldstrafe von rund 9.000 Pesos (umgerechnet 440 Euro). Vor Gericht zeigte sich der 68-Jährige geständig. Damit ist die Verurteilung rechtskräftig.

Hoffnung auf Überstellung

Seit dem Schuldspruch bemüht sich der Pensionist darum, die Strafe in Österreich absitzen zu dürfen. Ein entsprechender Beschluss des Grazer Straflandesgerichts ist seit 20. Jänner rechtskräftig. Die verhängte Freiheitsstrafe soll hierzulande übernommen werden. 326 Tage Vorhaft – vom Zeitpunkt der Festnahme bis zur Verurteilung – werden angerechnet. Über weitere Haftzeiten bis zu einer möglichen Überstellung soll in Graz noch gesondert entschieden werden. Das endgültige Einverständnis der Behörden in Mexiko-Stadt steht allerdings noch aus.

Haft unter harten Bedingungen

Vor allem die ersten Wochen im Gefängnis sollen schwierig gewesen sein. Laut „Kleiner Zeitung“ berichtete sein Anwalt Dietmar Strimitzer im Vorjahr, dass der 68-Jährige zunächst mit 14 weiteren Häftlingen in einer Zelle untergebracht gewesen sei und kein eigenes Bett zur Verfügung gehabt habe. Deshalb habe der Grazer auf einem Karton am Boden schlafen müssen.

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