Graz und Wien: Großevents sorgen für Mega-Stau-Wochenende
Ferienwechsel, Weltcup am Kulm und Konzerte in Graz und Wien: Dieses Wochenende wird zur Geduldsprobe für Autofahrer. Besonders am Samstagvormittag, dem 28. Februar, drohen lange Staus auf A9, A2 und A1.
Wenn tausende Fans zum Skifliegen pilgern, gleichzeitig Feriengäste an- und abreisen und am Abend Konzerte die Städte füllen, dann wird es eng auf den Straßen. Genau das steht ab kommenden Donnerstag bis Sonntag bevor. Der ARBÖ warnt vor starkem Verkehrsaufkommen, vor allem in der Steiermark, in Westösterreich sowie im Großraum Wien. In Teilen der Tschechischen Republik und der Slowakei beginnen beziehungsweise enden die Winterferien. Dazu kommt klassischer Wochenend- und Ausflugsverkehr in die Skigebiete.
Weltcup am Kulm: B320 und A9 besonders betroffen
Im steirischen Bad Mitterndorf steht alles im Zeichen des Skiflug-Weltcups und der Nordischen Kombination. Vor allem rund um die Bewerbe am Samstag und Sonntag ist mit starkem Andrang zu rechnen. Die stärkste Reisewelle erwartet der ARBÖ am Samstag zwischen den frühen Morgenstunden und dem späten Vormittag. Hier überlagern sich Ferienwechsel, Skiverkehr und Wochenendausflüge.
Besonders staugefährdet sind:
- Westautobahn (A1), im Großraum Salzburg
- Tauernautobahn (A10), im Raum Salzburg sowie im Bereich der Tauernscheitelstrecke
- Inntalautobahn (A12), vor dem Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden
- Brennerautobahn (A13), zwischen Innsbruck und Schönberg
- Pyhrnautobahn (A9), bei Liezen sowie am Knoten Selzthal Richtung Ennstal
- Pyhrnautobahn (A9), vor der Tunnelkette Klaus, dem Bosrucktunnel und dem Gleinalmtunnel
- Fernpassstraße (B179), abschnittsweise im gesamten Verlauf
Konzerte in Graz sorgen für Verkehrsplus
Doch nicht nur die Obersteiermark ist betroffen. In Graz sorgt ein dreitägiges Konzert-Event in der Stadthalle für zusätzlichen Verkehr, wenn niemand geringeres als Gigi D’Agostino in Graz gastiert, 5 Minuten hat berichtet. Rund um den Messeplatz, die Conrad-von-Hötzendorf-Straße und den Jakominigürtel ist jeweils vor Veranstaltungsbeginn und nach dem Ende mit Stau und Parkplatzengpässen zu rechnen. „Besucher, die sich den Stau- und Parkplatzsuchstress nicht antun oder alkoholische Getränke konsumieren wollen, sollten für die An- und Abreise die Graz Linien wählen. Die Straßenbahnlinien 4, 5 und 6 halten in der Nähe der Stadthalle“, so der ARBÖ-Informationsdienst. Hinzu kommt: Viele Besucher reisen aus dem Umland an. Dadurch wird nicht nur das unmittelbare Veranstaltungsumfeld, sondern auch die Südautobahn (A2) im Zulauf auf Graz stärker belastet. Der ARBÖ empfiehlt daher ausdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Straßenbahnlinien 4, 5 und 6 halten in unmittelbarer Nähe der Stadthalle.
Wien: Stadthalle, Tangente und Rückreiseverkehr im Fokus
Auch in Wien sorgt ein Konzertabend in der Stadthalle für starken Andrang, wenn die isländische Sängerin Laufey im Rahmen ihrer „A Matter of Time Tour“ ab 19.30 Uhr in der Halle D der Wiener Stadthalle gastiert.Rund um Neubaugürtel, Hütteldorfer Straße, Gablenzgasse, Märzstraße und das Nibelungenviertel ist insbesondere vor Veranstaltungsbeginn mit Verzögerungen zu rechnen. Als Parkalternativen bieten sich die Stadthallengarage, die Garage der Lugner City sowie Garagen im Bereich des Westbahnhofs an. Empfohlen wird die Anreise mit der U6 (Burggasse-Stadthalle) oder der U3 (Schweglerstraße) sowie mit den Straßenbahnlinien 6, 9, 18 und 49. Doch damit nicht genug: Am Sonntag trifft der Eventverkehr auf die Rückreisewelle aus den Wintersportregionen.
Besonders betroffen dürften sein:
- Südosttangente (A23)
- Südautobahn (A2) im Bereich Knoten Guntramsdorf bis Wien
- Ostautobahn (A4) zwischen Schwechat und Knoten Prater
- Donauuferautobahn (A22)
- Gerade die A23 gilt traditionell als neuralgischer Punkt. Wenn zusätzlich Feriengäste aus Tschechien und der Slowakei unterwegs sind, kann es rasch zu längeren Verzögerungen kommen.
Ferienwechsel verstärkt den Druck
Der Beginn und das Ende der Winterferien in Teilen der Slowakei und Tschechiens führen zu zusätzlichem Transitverkehr durch Österreich. Viele Reisende nutzen die Ost-West-Achsen rund um Wien, was das ohnehin hohe Verkehrsaufkommen weiter verstärkt.
Der ARBÖ erwartet daher vor allem:
- Samstag zwischen frühmorgens und spätem Vormittag erhöhten Reiseverkehr
- Sonntag ab frühem Nachmittag deutliche Verzögerungen auf den Rückreiserouten
Empfehlung: Zeit einplanen oder umsteigen
„Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte vor allem am Samstagvormittag und am Sonntagnachmittag deutlich mehr Zeit einplanen. Für Weltcup- und Konzertbesuche empfehlen wir die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder, wo angeboten, die Nutzung von Park- und Shuttler-Systemen“, rät der ARBÖ.