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Bischof Wilhelm und Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler mit einigen von über 2000 Ehrenamtlichen der Sammlung für Menschen in Not in der Steiermark
In den vergangenen Jahren kamen jeweils rund 600.000 bist 700.000 Euro zusammen.

75. Caritas-Haussammlung startet: „Weil das Leben teuer ist wie nie“

Die 75. Haussammlung der Caritas Steiermark startet unter dem Motto „Weil das Leben teuer ist wie nie“. Ehrenamtliche sammeln Spenden, um armutsgefährdete Menschen in der Steiermark zu unterstützen.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(436 Wörter)
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Die Caritas Steiermark startet ihre 75. Haussammlung unter dem Motto „Weil das Leben teuer ist wie nie. Wir helfen“. Mit der Sammlung werden armutsgefährdete Menschen in der Steiermark unterstützt, indem finanzielle Hilfe und praktische Unterstützung direkt zu den Betroffenen gebracht werden. Die Erlöse fließen in Notschlafstellen, Lerncafés, Lebensmittelangebote und andere Hilfsprojekte, die den Alltag der Schwächsten nachhaltig erleichtern.

Ein Schutzpaket für die Schwächsten

Die Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler spannte einen Bogen zu den Anfangsjahren der traditionsreichen Sammlung, bei der jährlich viele hundert Freiwillige aus den steirischen Pfarren von Tür zu Tür gehen und um Spenden für Menschen in Not in der Steiermark bitten: „Die Not in den 1950er Jahren war überall zu spüren. Heute leben wir in großem Wohlstand und Sicherheit. Doch dieses Wir hat Lücken.“ Es gelte nicht für Menschen mit geringem Einkommen, Arbeitslose, für kranke Menschen oder jene, die von Schicksalsschlägen betroffen seien: „Das sind nicht wenige unter uns. Jeder achte Mensch in der Steiermark ist armutsgefährdet.“

Bischof Wilhelm und Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler mit einigen von über 2000 Ehrenamtlichen der Sammlung für Menschen in Not in der Steiermark
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Bischof Wilhelm und Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler mit einigen von über 2000 Ehrenamtlichen der Sammlung für Menschen in Not in der Steiermark
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Bischof Wilhelm und Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler mit einigen von über 2000 Ehrenamtlichen der Sammlung für Menschen in Not in der Steiermark
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„Für armutsbetroffene Menschen wird das Leben so teuer wie nie“

Die Caritas erlebe das täglich in ihren Beratungsstellen und Nothilfeeinrichtungen. „Die Neuerungen beim Sozialunterstützungsgesetz und weitere Kürzungen bringen jene Menschen in Bedrängnis, die ihr Leben unter schweren Bedingungen meistern müssen. Die Summe und die Wucht dieser Belastungen ist neu: Für armutsbetroffene Menschen wird das Leben so teuer wie nie“, so Tödtling-Musenbichler. Als eine der mehr als 2000 Ehrenamtlichen berichtete Angela Kamper von ihren Erfahrungen als Sammlerin und Mitarbeiterin der Pfarrcaritas: „Wir erleben, dass Familien, in denen beide Eltern arbeiten, die Miete nicht mehr zahlen können. Die Fixkosten sind so hoch geworden, dass der Spielraum für Essen und andere Ausgaben extrem eng wird.“ Bei der Sammlung begegne ihr an der Haustür oft Skepsis oder Ablehnung. „Wenn ich im Gespräch schildere, wie wir helfen und dass es Menschen gibt, die nur etwas über zwei Euro am Tag frei zur Verfügung haben, dann entsteht Verständnis. Das sind schöne Begegnungen“, so Kamper. 

Drehscheibe der Hilfe

Der Erlös der Sammlung, die bis Ende Mai steiermarkweit läuft, fließt in die Einrichtungen und Projekte der Caritas in der Steiermark, etwa in die Notschlafstellen, das Marienstüberl, die Lebensmittelausgaben oder in die Lerncafés. Zehn Prozent bleiben jeweils in der Pfarre für konkrete Hilfe vor Ort. Damit ist die Haussammlung eine wichtige Drehscheibe der Hilfe vor der Haustür. In den vergangenen Jahren kamen jeweils rund 600.000 bist 700.000 Euro zusammen.



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