Neugestaltung der Grazer Laimburggasse: Opposition legt Veto ein
Die geplante Neugestaltung der Laimburggasse stößt ÖVP-Gemeinderat Markus Huber sauer auf. Während die Stadt das Projekt als wichtigen Schritt für mehr Verkehrssicherheit und Grünraum sieht, kommt nun Kritik seitens ÖVP.
Die Stadt Graz plant eine umfassende Umgestaltung der Laimburggasse und Teilen der Vogelweiderstraße im Bezirk Geidorf, 5 Minuten hat berichtet. Auf einer Strecke von rund 800 Metern soll der öffentliche Raum deutlich aufgewertet werden. Zentrale Maßnahmen sind eine Fahrradstraße, breitere Gehbereiche und neue Grünflächen. Radfahrer sollen künftig Vorrang haben und auch nebeneinander fahren dürfen. Autos dürfen weiterhin fahren, allerdings mit Tempo 30. Entlang der Strecke befinden sich mehrere Bildungseinrichtungen, darunter Kindergarten, Volksschule, Gymnasium und Hochschule. Gerade deshalb spielt die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in den Planungen eine wichtige Rolle. Zusätzlich sind 11 neue Bäume, Blühflächen und entsiegelte Bereiche vorgesehen, die künftig Regenwasser aufnehmen und für mehr Schatten sorgen sollen. Die Kosten für das Projekt werden derzeit mit rund 790.000 Euro veranschlagt. Der Baustart ist für Sommer 2026 geplant.
Beteiligung der Bevölkerung
Die Planungen basieren laut Stadt auf einem umfangreichen Beteiligungsprozess aus dem Jahr 2025. Mehr als 1.100 Menschen hätten sich an Befragungen, Workshops und Begehungen beteiligt. Dabei wurden 314 Fragebögen ausgefüllt und rund 150 Rückmeldungen über eine Online-Plattform eingebracht. Wünsche nach mehr Grünflächen und sicheren Schulwegen seien dabei mehrfach genannt worden.
Kritik aus der Opposition
Kritik kommt nun von ÖVP-Gemeinderat Markus Huber. Er stellt insbesondere die Prioritätensetzung der Stadtregierung infrage. „Während Straßenbahntakte bei der Linie 5 ausgedünnt werden und die Buslinie 31 im Grazer Westen aus Kostengründen verkürzt wird, präsentiert die Koalition mit der Laimburggasse einen Straßenumbau, den so niemand braucht“, so Huber. Der Gemeinderat verweist zudem auf eine Unterschriftenliste von Anrainern, die sich gegen das Projekt ausgesprochen haben sollen.