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/ ©Werner Kmetisch
Auf dem Foto von www.5min.at sieht man eine Aufführung der Grazer Oper.
Gerade deshalb ist die aktuelle Produktion in Graz so besonders. Seit Jahrzehnten ist „Arizona Lady“ kaum auf großen Bühnen zu sehen gewesen.

Western-Operette: „Arizona Lady“ erstmals seit Jahrzehnten in Graz

Pferderennen, Cowboys und eine große Liebesgeschichte: Mit „Arizona Lady“ bringt die Oper Graz ein außergewöhnliches Werk auf die Bühne. Die Operette war jahrzehntelang kaum zu sehen, jetzt kehrt sie mit neuer Inszenierung zurück.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(439 Wörter)

Operetten verbinden viele mit Walzer und Wiener Charme, doch „Arizona Lady“ geht einen anderen Weg. Hier trifft der Wilde Westen auf klassische Operettenklänge. Cowboys stehen auf der Bühne, Pferderennen werden zum zentralen Motiv und mittendrin entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die alles andere als kitschig ist. Genau diese Mischung macht das Stück besonders und hebt es deutlich von klassischen Produktionen ab.

Eine Geschichte zwischen Pflicht und Gefühl

Im Zentrum steht Lona Farrell, eine selbstbewusste Ranchbesitzerin, die ihr Leben klar strukturiert hat. Arbeit geht vor, Gefühle haben wenig Platz. Doch das ändert sich, als ein neuer Mann auf der Ranch auftaucht. Der geheimnisvolle Roy Dexter bringt nicht nur frischen Wind in den Betrieb, sondern auch Lonas Welt ins Wanken. Während ein Rennpferd plötzlich Höchstleistungen zeigt, wachsen auch zwischen den beiden Emotionen, die sich nicht mehr so leicht verdrängen lassen. Doch wie so oft ist der Weg zum Happy End alles andere als einfach.

Ein Werk mit besonderer Geschichte

„Arizona Lady“ ist nicht irgendeine Operette. Es ist das letzte Werk von Emmerich Kálmán und zugleich eines mit einer außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte. Nach Jahren im Exil kehrte der Komponist nach Europa zurück und ließ seine Eindrücke aus Amerika in die Musik einfließen. Das Ergebnis ist ein ungewöhnlicher Mix: klassische Operettenelemente treffen auf Einflüsse aus der amerikanischen Kultur. Walzer stehen neben Foxtrott, Csárdás neben Square Dance. Besonders bemerkenswert: Das Werk wurde erst nach Kálmáns Tod fertiggestellt.

Comeback nach Jahrzehnten

Gerade deshalb ist die aktuelle Produktion in Graz so besonders. Seit Jahrzehnten ist „Arizona Lady“ kaum auf großen Bühnen zu sehen gewesen. Dass das Stück jetzt wieder in Graz gespielt wird, ist für viele Operettenfans eine kleine Sensation. Die Inszenierung setzt dabei bewusst auf Emotion, Tempo und starke Bilder.

Erfahrenes Team hinter der Produktion

Verantwortlich für die Umsetzung ist ein Team, das in Graz bereits erfolgreich zusammengearbeitet hat. Regisseur Christian Thausing und Choreographin Evamaria Mayer setzen auf eine lebendige Inszenierung, die sowohl die musikalische Vielfalt als auch die ungewöhnliche Handlung in den Mittelpunkt stellt. Musikalisch wird das Stück von Kai Tietje geleitet, der das Werk bereits in der Vergangenheit dirigiert hat und als Kenner gilt. Was „Arizona Lady“ so spannend macht, ist der Bruch mit Erwartungen. Hier trifft Tradition auf neue Einflüsse, Europa auf Amerika, klassische Operette auf Western-Atmosphäre. Das sorgt für eine Dynamik, die auch Menschen anspricht, die sonst wenig mit Operette anfangen können. Alles Infos gibt es auf der Seite der Oper Graz.

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