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Bild auf 5min.at zeigt das Gerichtsgebäude in Graz.
Die Staatsanwaltschaft Graz Ermittlungen gegen den Wiener Immobilienkonzern Soravia.

Betrugsverdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Immobilienkonzern

Es geht um Millionenbeträge und mögliche Unregelmäßigkeiten rund um ein bekanntes Hotelprojekt: Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt gegen den Immobilienkonzern Soravia, die die Vorwürfe zurückweisen.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(312 Wörter)

Laut einem Bericht des Standards führt die Staatsanwaltschaft Graz Ermittlungen gegen den Wiener Immobilienkonzern Soravia. Im Raum stehen Vorwürfe wegen möglichen Betrugs und Untreue. Das Unternehmen selbst weist diese entschieden zurück. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Anzeige als Ausgangspunkt der Ermittlungen

Ausgangspunkt der Ermittlungen soll eine Anzeige gewesen sein, die bereits im März 2025 eingebracht wurde. Seither wird laut Bericht gegen mehrere Verantwortliche innerhalb des Konzerns ermittelt. Die Staatsanwaltschaft bestätigt demnach, dass ein Verfahren läuft, hält sich zu Details jedoch bedeckt. Weder konkrete Vorwürfe noch ein möglicher Zeitrahmen für den Abschluss der Ermittlungen wurden genannt. Damit bleibt derzeit unklar, wie weit das Verfahren bereits fortgeschritten ist.

Finanzströme rund um Prestigeprojekt im Fokus

Im Zentrum der Recherchen könnten laut Bericht finanzielle Vorgänge rund um das traditionsreiche „Hospiz am Arlberg“ stehen, ein Projekt, an dem die Soravia-Gruppe maßgeblich beteiligt ist. Demnach sollen bis März 2025 rund 20 Millionen Euro von einer Dachgesellschaft an andere Unternehmen innerhalb des Konzerns geflossen sein. Zusätzlich wird von erheblichen Zinszahlungen berichtet. Besonders sensibel wird dieser Punkt dadurch, dass in den betroffenen Gesellschaften auch Gelder externer Investoren gebunden sind. Diesen sei vertraglich zugesichert worden, dass ihre Investitionen direkt in das Projekt am Arlberg fließen.

Hinweise auf wirtschaftliche Schwierigkeiten

Parallel dazu werden im Bericht auch wirtschaftliche Probleme der Betreibergesellschaft thematisiert. Eine involvierte Steuerberatungskanzlei soll von einer „drastisch verschlechterten finanz- und ertragswirtschaftlichen Situation“ gesprochen haben, so laut Standard. In diesem Zusammenhang sei auch die Frage aufgekommen, weshalb trotz der angespannten Lage bislang kein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde. Vonseiten des Konzerns werden die Vorwürfe klar zurückgewiesen. Laut Stellungnahme habe man keine Kenntnis von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft. „Von Ermittlungen ist uns nichts bekannt“, wird das Unternehmen zitiert. Entsprechend äußert sich Soravia derzeit nicht weiter zu den erhobenen Vorwürfen.

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