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Fotomontage auf 5min.at zeigt das BORG Dreierschützengasse und die Mail von gofundme
Der 33-Jährigen wird massiver Spendenbetrug vorgeworfen. Im Mai muss sie sich vor Gericht dafür verantworten.

Nach Amoklauf in Graz: Mutmaßliche Spendenbetrügerin vor Gericht

Kurz nach dem Amoklauf in Graz, welcher im Juni ganz Österreich erschütterte, wurde ein Online-Spendenaufruf gestartet. Nun steht die Initiatorin wegen Betrugsverdachts vor Gericht.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(284 Wörter)
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Nach der Amoktat an einer Grazer Schule im Juni 2025, bei der zehn Menschen ums Leben kamen, steht eine 33-jährige Frau aus dem Bezirk Leibnitz im Verdacht, eine Spendenaktion missbräuchlich genutzt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll sie einen Großteil der gesammelten Gelder nicht wie angekündigt an Betroffene weitergeleitet haben. Im Mai muss sich die Beschuldigte vor Gericht verantworten, wie die Kleine Zeitung berichtet.

Spendenkonto für „Betroffene“ gestartet

Bereits einen Tag nach der Tat wurde über eine internationale Crowdfunding-Plattform eine Kampagne zur Unterstützung von Hinterbliebenen und Betroffenen gestartet. Innerhalb weniger Monate spendeten mehrere hundert Privatpersonen und Organisationen einen Gesamtbetrag von rund 38.500 Euro. Nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden sei jedoch nur ein kleiner Teil dieser Summe tatsächlich bei den vorgesehenen Empfängern angekommen.

Schwere Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, die Spenden überwiegend für private Zwecke verwendet zu haben. Entsprechend lautet der Vorwurf auf schweren gewerbsmäßigen Betrug. Zudem soll sie sich im Rahmen der Aktion unzutreffend als selbst betroffen dargestellt haben, um Vertrauen zu gewinnen und weitere Zahlungen zu generieren. Darüber hinaus ermitteln die Behörden wegen möglicher Unregelmäßigkeiten beim Bezug von Sozialleistungen. Die 33-Jährige steht im Verdacht, über einen längeren Zeitraum hinweg finanzielle Unterstützungen in Höhe von mehr als 20.000 Euro zu Unrecht erhalten zu haben. In diesem Zusammenhang soll sie gefälschte Nachweise über eine angebliche Ausbildung vorgelegt haben.

33-Jährige in Untersuchungshaft

Die Beschuldigte wurde bereits im Herbst festgenommen und befindet sich seither in U-Haft. Die Ermittlungen dauern an. Betroffene Spender haben die Möglichkeit, über die Plattform eine Rückerstattung ihrer Beiträge zu beantragen.

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