Cheyenne Ochsenknecht wehrt sich gegen Dickpics und wird sanktioniert
Die Influencerin Chayenne Ochsenknecht, macht sexuelle Belästigung auf der Plattform öffentlich und wird daraufhin selbst eingeschränkt. Der Fall sorgt für Diskussionen über den Umgang mit digitalen Übergriffen.
Cheyenne Ochsenknecht, die gemeinsam mit ihren Mann Nino Sifkovits den Chianinahof in Dobl (Bezirk Graz-Umgebung) führt, hat auf Instagram erneut auf ein Problem aufmerksam gemacht, das sie nach eigenen Angaben seit Jahren betrifft: ungefragte Zusendungen intimer Bilder durch fremde Männer. Nachdem sie ein solches Foto erhalten hatte, entschied sie sich, öffentlich zu reagieren und machte den Absender samt Profil sichtbar. Ihr Ziel sei es gewesen, ein Zeichen zu setzen und auf die wiederkehrende Form digitaler Belästigung hinzuweisen. In ihren Worten schilderte sie ihre anhaltende Belastung deutlich: „Ich bin auf 180. Ich [bin] seit Jahren schon Opfer von Dickpics.“ Die Reaktion der Plattform folgte rasch: Die veröffentlichte Story wurde entfernt. Begründet wurde dies mit einem Verstoß gegen die Community-Richtlinien. Damit war der Fall für die Influencerin jedoch nicht beendet.
Einschränkungen des Kontos als Konsequenzen
Wenige Tage später stellte Ochsenknecht fest, dass ihr Account zusätzlich eingeschränkt wurde. Konkret betrifft die Maßnahme auch geschäftlich relevante Funktionen wie das Schalten von Werbeanzeigen. Diese Einschränkung gilt bis Mitte Mai. Als Hintergrund wurde von der Plattform ein Verweis auf „sexuellen Missbrauch von Erwachsenen“ genannt. Für die Influencerin ist die Entscheidung schwer nachvollziehbar. Sie kritisierte, dass aus ihrer Sicht die Verantwortung verschoben werde und sie selbst Konsequenzen tragen müsse, während gegen den ursprünglichen Absender keine erkennbaren Maßnahmen gesetzt worden seien.
Kritik an Umgang mit digitaler Gewalt
Ochsenknecht äußerte sich in weiteren Beiträgen verärgert über den Umgang der Plattform mit dem Vorfall. Sie sieht ein strukturelles Problem darin, dass unerwünschte sexuelle Inhalte zwar versendet werden können, die Reaktion auf öffentliche Benennung jedoch schneller erfolge als gegen die eigentlichen Absender. Parallel zum Geschehen auf der Plattform hat die Influencerin rechtliche Schritte gesetzt. Eine Anzeige wurde eingebracht, die laut ihren Angaben bereits von den zuständigen Behörden aufgenommen wurde. Ermittlungen laufen.