Warum die AUA an Graz-Wien-Flügen weiter festhält
Kurze Inlandsflüge stehen seit Jahren in der Diskussion. Für die Austrian Airlines sind Strecken wie Graz-Wien laut AUA-Chefin Annette Mann wirtschaftlich kaum attraktiv. Dennoch sollen sie weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Im Ö1-Mittagsjournal des ORF erklärte Mann am Samstag, dass sogenannte Ultrakurzstreckenflüge aus wirtschaftlicher Sicht wenig Sinn ergeben würden. „Wenn ich rein wirtschaftlich eine Entscheidung treffen würde, hätte ich den Innsbruck und auch Klagenfurt oder Graz-Flug wahrscheinlich schon nicht mehr im Portfolio“, so die AUA-Chefin.
Verbindung bleibt wichtiger Standortfaktor
Trotzdem hält die Fluglinie an solchen Strecken fest. Ausschlaggebend sei laut Mann weniger die Wirtschaftlichkeit als vielmehr die Bedeutung für die Regionen. Die Anbindung an das Drehkreuz Wien spiele für viele Standorte eine zentrale Rolle. Wer statt des Flugzeugs mit Bahn oder Auto reisen müsse, sei oft deutlich länger unterwegs. Die AUA sehe sich deshalb auch in einer „Standortverantwortung“. Laut Mann sei das Thema regelmäßig Teil politischer Gespräche.