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/ ©LKH-Univ. Klinikum Graz / H. Bauer
Foto auf 5min.at zeigt mehrere Personen in die Kamera lächeln.
Die neuen Eingriffsräume an der Univ.-Augenklinik Graz sollen künftig mehr Augenbehandlungen und Operationen ermöglichen.

Grazer Augenklinik baut OP-Kapazitäten deutlich aus

An der Univ.-Augenklinik Graz gibt es jetzt mehr Platz für Augenbehandlungen und Operationen. Mit dem Ausbau sollen Wartelisten reduziert und künftig jährlich tausende zusätzliche Eingriffe möglich werden.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(459 Wörter)
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An der Univ.-Augenklinik des LKH-Univ. Klinikum Graz stehen ab sofort mehr Kapazitäten für Behandlungen und Operationen zur Verfügung. Nach rund 20 Monaten Bauzeit wurden heute die neuen Räumlichkeiten im adaptierten Osttrakt offiziell eröffnet. Das Ziel: schnellere Versorgung für Patientinnen und Patienten mit altersbedingten Augenerkrankungen. Für den Ausbau investierte die KAGes rund 6,3 Millionen Euro. Die Arbeiten fanden während des laufenden Klinikbetriebs statt.

Mehr Eingriffe möglich

Kernstück des Projekts sind drei neue Eingriffsräume. Einer davon kann bei Bedarf auch als aseptischer Operationssaal genutzt werden. Dadurch sollen künftig auch komplexere ambulante Eingriffe möglich sein. „Aufgrund der demographischen Entwicklung der Bevölkerung nehmen auch die altersbedingten Augenerkrankungen wie Makuladegeneration, Katarakt, Glaukom und Liderkrankungen sowie lifestyle-bedingt die Augenerkrankungen infolge von Diabetes, Bluthochdruck oder Kurzsichtigkeit massiv zu. Durch die neuen Räume können wir nun die operativen Ressourcen erhöhen und bestehende Wartelisten sukzessive abbauen“, erklärte Klinikvorstand Univ.-Prof. Dr. Andreas Wedrich bei der Eröffnung. Die neuen Bereiche befinden sich im denkmalgeschützten Jugendstilbau der Klinik. Zusätzlich entstanden neue Warte- und Vorbereitungsbereiche sowie Zonen für Nachbeobachtung und Versorgung.

Eigenes IVOM-Zentrum geschaffen

Durch die direkte Anbindung an bestehende Diagnostikbereiche wurde auch ein eigenes IVOM-Zentrum eingerichtet. Dabei handelt es sich um Behandlungen, bei denen Medikamente direkt ins Auge eingebracht werden, etwa zur Therapie der feuchten Makuladegeneration. Laut Klinik wurden allein im Jahr 2025 bereits rund 28.000 solcher Eingriffe durchgeführt – Tendenz steigend. „Mit den neuen Eingriffsräumen stärkt die KAGes die augenmedizinische Versorgung nachhaltig und schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass Patient*innen auch künftig rasch und auf höchstem medizinischen Niveau behandelt werden können“, betonte KAGes-Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark.

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v.li.: Mag. Thomas Bredenfeld, KAGes-Direktor Personal, Univ.- Prof. DDr. Erwin Petek, Vizerektor der Med Uni Graz, Dr. Michael Tripolt, Zentralbetriebsratsvorsitzender, Eveline Brandstätter, MSc, KAGes-Pflegedirektorin, Marco Triller, LAbg., Dr. Karlheinz Kornhäusl, Landesrat für Gesundheit, Pflege und Kultur, Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik, Mag.a Verena Nussbaum, NAbg., Helga Ahrer, 3. Landtagspräsidentin, Mag.a Gabriele Möstl, Pflegedirektorin Uniklinikum Graz, Ass.-Prof. Dr. Wolfgang Köle, Ärztlicher Direktor des Uniklinikum Graz, Univ.-Prof. Dr. Andreas Wedrich, Vorstand der Univ.-Augenklinik, DI Herbert Kogler, MSc, stv. Betriebsdirektor des Uniklinikum Graz.

Mehr Katarakt-Operationen geplant

Durch die Verlagerung von Eingriffen in den neuen Trakt werden im bestehenden Bereich zusätzliche Kapazitäten frei. Künftig sollen dadurch rund 3.000 Katarakt-Operationen, also Eingriffe beim Grauen Star, mehr pro Jahr möglich sein. Auch Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) sieht darin einen wichtigen Schritt: „Gerade in der Augenheilkunde ist die Nachfrage seit Jahren hoch. Umso wichtiger ist es, Kapazitäten auszubauen sowie die Abläufe für Patient*innen und das medizinische Personal weiter zu verbessern. Diese Investition stärkt den Gesundheitsstandort Steiermark und kommt direkt den Menschen zugute.“

Großteil der Aufträge blieb in der Steiermark

Laut KAGes wurden beim Bau klimafreundliche Baustoffe und ökologische Standards berücksichtigt. Der Großteil der Arbeiten sei zudem von steirischen Unternehmen umgesetzt worden. KAGes-Finanzvorstand Ulf Drabek erklärte dazu: „Es ist sehr erfreulich, dass wir auch bei diesem Projekt den hohen ökologischen Ansprüchen gerecht werden konnten und der Großteil der Wertschöpfung in der Steiermark geblieben ist.“

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