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/ ©Foto Fischer

80 Experimente: BAfEP Graz eröffnet Forschungsraum für kleine Entdecker

Mit über 80 Experimenten eröffnet an der BAfEP Graz die erste „Spürnasenecke“ der Stadt. Kinder sollen dort spielerisch Technik und Naturwissenschaft entdecken und so früh für MINT-Berufe begeistert werden.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(417 Wörter)
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Am Dienstag, dem 12. Mai, wurde an der BAfEP Graz die erste Grazer Spürnasenecke eröffnet. Hinter dem Projekt steht die Metalltechnische Industrie der WKO Steiermark. In dem kindgerecht gestalteten Forschungsraum können Kinder künftig mit über 80 Experimenten selbst ausprobieren, entdecken und Zusammenhänge verstehen. Die Idee dahinter: Frühkindliche Erfahrungen mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – kurz MINT – sollen Interesse wecken und Hemmschwellen abbauen. Laut einer aktuellen WKO-Erhebung werden in Österreich bis 2030 mehr als 30.000 Fachkräfte im technischen Bereich fehlen. Besonders die steirische Industrie spürt den Mangel bereits jetzt.

„Frühkindliche Erfahrungen sind ein Schlüssel“

Für die WKO Steiermark ist die frühe Förderung entscheidend. „Frühkindliche Erfahrungen mit MINT-Themen sind ein Schlüssel für mehr Chancengleichheit und für die Fachkräfte von morgen“, betont Gabi Lechner, Vizepräsidentin der WKO Steiermark. Kinder würden durch spielerisches Experimentieren nachhaltiges Interesse entwickeln, das spätere Bildungs- und Berufsentscheidungen prägen könne. Besonders Mädchen sollen dadurch neue Perspektiven bekommen. Laut Lechner eröffnen sich damit bessere Einkommenschancen und ein geringeres Risiko für Altersarmut.

Erfolgsmodell aus Salzburg kommt nach Graz

Die erste Spürnasenecke entstand bereits 2013 im Salzburger Kindergarten Maxglan. Seitdem wurde das Konzept österreichweit ausgebaut. Mittlerweile gibt es mehr als 125 Standorte. Mit der neuen Einrichtung an der BAfEP Graz wird das Projekt nun direkt in die Ausbildung von Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen eingebunden. Dadurch profitieren nicht nur Kinder im Praxiskindergarten, sondern auch angehende Pädagoginnen und Pädagogen, die das Konzept später in weitere Kindergärten tragen sollen. „Die Spürnasenecke zeigt, wie wichtig es ist, Kinder früh für Technik und Industrie zu begeistern“, erklärt Helmut Röck, Geschäftsführer der Fachgruppe Metalltechnische Industrie, die die Einrichtung in Graz finanziert. „Neugier, Ausprobieren und eigenes Entdecken sind Fähigkeiten, die später auch in der metalltechnischen Industrie gefragt sind.“

Wissen soll weitergetragen werden

Auch an der BAfEP Graz sieht man großes Potenzial in der neuen Forschungsstation. „Der Einsatz der Spürnasenecke an der BAfEP Graz kommt nicht nur den Kindern im Praxiskindergarten zugute, sondern auch unseren Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden“, sagt Direktor Roman Kirchmayer. Die angehenden Pädagoginnen und Pädagogen sammeln dabei praktische Erfahrungen im MINT-Bereich und geben dieses Wissen später in steirischen Kindergärten weiter. So soll langfristig ein Multiplikatoreffekt entstehen, der mehr Chancengerechtigkeit und eine bessere Fachkräftesicherung in der Steiermark unterstützt.

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